Grundsätzlich raten wir dazu, nicht mit dem Auto in Barcelona zu fahren. Es ist anstrengend, für mitteleuropäische Verhaltnisse chaotisch, Parkplätze sind selten und teuer. Alternativ dazu steht Ihnen ein sehr gut ausgebauter öffentlicher Nahverkehr mit Bussen, Straßenbahnen und U-Bahnen zur Verfügung, mit dem Sie sehr günstig und bequem zu fast allen Sehenswürdigkeiten kommen. Mit der Barcelona Card gibt es die freie Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel in Kombination mit freien oder ermäßigtem Eintritt zu vielen Sehenswürdigkeiten.

Man muss sich an das Auto fahren in Spanien erst gewöhnen. Als Faustregel hilft: Nach vorne orientieren und dort den Verkehr im Auge behalten. Für den Verkehr hinter Ihnen ist auch das Auto hinter Ihnen zuständig.
Wenn Sie das Auto nicht auf einem öffentlichen Parkplatz oder Tiefgarage während Ihres Aufenthaltes stehen lassen wollen, so bieten viele Hotels eigene Parkplätze an. Auf Barcelona.de können Sie diese Hotels auswählen, indem Sie "Zusatzoptionen anzeigen" wählen und dann "Parkplatz" als Option auswählen.
Müssen oder wollen Sie das Auto nutzen, ist die Straßenkarte des ADAC "CityPlan plus" von uns getestet worden. Sie können ihn auf unserer Rezensionsseite bestellen.
Alles rund um das Auto fahren in Barcelona:
Falschparken sollte unbedingt vermieden werden. Gelbe Streifen am Straßenrand sind als Parkplatz strikt zu meiden. Auch mal nur kurz auf einem Behindertenparkplatz zu stehen, kann teuer werden. In Spanien sind die Strafen für Verkehrsverstöße sehr hoch - auch für mitteleuropäische Verhältnisse - und in Barcelona wird schnell abgeschleppt. An der Stelle, an der Ihr Wagen stand, klebt nun ein roter Aufkleber auf der Straße mit dem Standort, an dem Ihr Wagen aufbewahrt wird.
Dem Thema Parken in Barcelona und Parkmöglichkeiten haben wir eine eigene Seite gewidmet.
Innerorts 50 km/h, auf Landstraßen 90 km/h, auf Schnellstraßen 100 km/h (Straßen mit mehr als einer Fahrspur in jede Richtung) und seit dem 15. Februar 2011 besteht auf den Autobahnen ein reduziertes Tempolimit von 110 km/h. Wohnmobile oder Gespanne mit Anhänger bis 7,5t dürfen auf Landstraßen 70 km/h, auf Schnellstraßen 80 km/h und auf Autobahnen 90 km/h schnell fahren.
Die erlaubte Grenze für Alkohol im Blut liegt bei 0,5 Promille. Bei Fahranfänger, deren Führerscheinerwerb kürzer als 2 Jahre zurück liegt, sind es 0,3 Promille.
Abschleppen mit Privatautos ist verboten. Jede Person, die im Falle einer Panne außerhalb geschlossener Ortschaften den Wagen auf die Straße verlässt, muss eine reflektierende Warnweste tragen. Diesee echte Plus an Sicherheit gibt es in jedem Baumarkt und in vielen Supermärkten für etwa 1,50-3,50 €.
Bei einem Unfall grundsätzlich die Polizei verständigen. Der allgemeine Notruf lautet hier 112.
Die Telefonnummern der Automobilclubs entnehmen Sie bitte der Seite Telefonnummern im Notfall.
Telefonieren im Auto ist nur mit Freisprecheinrichtung erlaubt, Headsets etc. sind nicht erlaubt. Strafen sind hier von 90 bis 300 €.
Als KFZ-Dokumente benötigen Sie Ihren Führerschein, den Fahrzeugschein und die grüne Versicherungskarte, die Ihnen Ihre Versicherung ausstellt.
Ebenfalls Pflicht sind Ersatzbirnen und zwei Warndreiecke. So kann auch der Gegenverkehr gewarnt werden. Selbstverständlich darf der Verbandkasten nicht fehlen. Für jeden Mitfahrer sollten Sie auch eine Warnweste griffbereit im Auto haben.
Kinder bis 10 Jahre dürfen nur auf dem Rücksitz mitgenommen werden und es muss bis zu einer Größe von 1,50 Meter ein geeigneter Kindersitz vorhanden sein.
Die Bußgelder sind auch für mitteleuropäische Verhältnisse sehr hoch, insbesondere bei Alkohol-und Geschwindigkeitsüberschreitungen. Geringere Geschwindigkeitsübertretungen können durchaus mehrere Hundert Euro kosten. Es ist ein Gerücht, dass die Polizei in Spanien und Barcelona die Regeln recht locker auslegt und nachsichtig bei Verkehrsverstößen ist. Das Gegenteil ist der Fall, die Regeln werden streng angewendet und Verhandlungsspielraum gibt es keinen!
Die Bußgelder sind bei Nicht-Spaniern sofort an den Polizisten zu zahlen. Dieser händigt Ihnen eine Quittung aus.
Auch kleinere Verkehrsverstöße wie falsch Parken können teuer werden, zudem werden Autos recht schnell durch die Polizei abgeschleppt. Die Stadtverwaltung von Barcelona hat hierzu eine eigene Flotte von Abschleppwagen.
Ein EU-weites einheitliches Vollstreckungshilfeabkommen ist am 28.10.2010 in Kraft getreten. Bußgelder ab 70 € werden dann in ganz Europa eingetrieben. Die frühere Praxis, Strafzettel aus dem Ausland einfach nicht zu bezahlen, funktioniert somit nicht mehr. Für die Vollstreckung ist das Bundesamt für Justiz zuständig.

Die Stadt bietet Ihnen einen besonderen "Service": wurde Ihr Auto abgeschleppt, zeigt Ihnen dieser Aufkleber, wo Sie wieder zu Ihrem Wagen kommen.