Insgesamt nimmt man in Barcelona das Thema Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen sehr ernst. Frühere Defizite wurden in den letzten Jahren konsequent beseitigt, wenn auch noch nicht vollständig. Im allgemeinen sind die öffentlichen Einrichtungen für Behinderte sehr gut zugänglich. Markierungen für Blinde sind in den Metrostationen ebenso selbstverständlich wie die Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer.
Rollstuhlgerechte sanitäre Einrichtungen sind in Museen, am Flughafen und anderen öffentlichen Bauten vorhanden und durchweg in einem guten Zustand.
Die meisten Sehenswürdigkeiten für Rollstuhlfahrer befahrbar, auch in älteren Gebäuden wurden wenn irgendwie möglich Aufzüge und Rampen eingebaut. Das Parkverbot auf reservierten Parkplätzen wird meist eingehalten. Strafen sind teuer und der Abschleppwagen kommt schnell.
Nahezu allen modernerern und auch viele ältere Hotels haben speziell für gehbehinderte und auf den Rollstuhl angewiesene Gäste eingerichtete Zimmer. Dies trifft auf jeden Fall für Mittelklasse-Hotels zu wie auch bei den Luxushotels. Lediglich bei den "Low-Budget-Hotels" ist die Barrierefreiheit noch nicht konsequent eingeführt worden, auch wenn hier die Verfügbarkeit deutlich besser geworden ist als noch vor wenigen Jahren.
Suchen Sie ein Hotel, welche Zimmer mit behindertengerechter Ausstattung anbietet, dann wählen Sie in unserem Hotelbuchungssystem „Zusatzoptionen anzeigen“. Dann klicken Sie Sie unter sonstiger Wunschausstattung das Ausstattungsmerkmal „behindertengerechte Zimmer“ an. Das Suchergebnis enthält nun die Hotels, die Zimmer mit einer behindertengerechte Ausstattung verfügen.
Flughafen
Der Flughafen El Prat ist für Rollstuhlfahrer sehr gut zugänglich, es gibt auch behindertengerechte Toiletten. Vom Flughafen kommen Sie mit allen öffentlichen Verkehrsmittel mit dem Rollstuhl in die Innenstadt von Barcelona. Hier finden Sie die Hinweise zur Anreise. Von den Flughäfen Reus und Girona gilt das gleiche wie für den Flughafen Barcelona.
Zugang zu Metro für Rollstuhlfahrer und Blinde
Die Metrolinie L2 verfügt durchgehend über Stationen mit Aufzügen und Markierungen für Sehbehinderte. Von den 30 Stationen der Linie 1 sind 22 barrierefrei mit dem Rollstuhl befahrbar, von der Linie 3 sind es etwa die Hälfte, die zugänglich sind, von Linie 4 und 5 jeweils etwa 30% der Stationen. Die noch nicht zugänglichen Stationen werden erweitert, die bereits umgebauten Stationen befinden sich in den touristisch interessanteren Gegenden in der Nähe der Sehenswürdigkeiten.
Eine Liste der Metrostationen, die für Rollstuhlfahrer barrierefrei zugänglich sind (Aufzüge, ebenerdige Einstiege, breite Zugänge) finden Sie auf der Seite der TMB, der Betreibergesellschaft der Metro.
Auf den Seiten der TMB befindet sich eine ausführliche Beschreibung (auf Englisch) der Einrichtungen für geh-und sehbehinderte Menschen.
Die Verkehrsbetriebe bieten jedoch keinen ermäßigten Fahrpreis an.
Busse für Behinderte
90% der Busse sind mit Rampen ausgestattet. Den Eingang erkennen Sie am internationalen Symbol für Rollstuhlfahrer. In den Bussen ist ein reservierter Bereich für Rollstühle vorhanden, die auch gesichert werden können. Auch die Ticketentwerter sind auf die Belange von Rollstuhlfahrern und seh-und höhrbehinderten Menschen angepasst.
Umfangreiche Informationen über Ausstattung der Busse für Behinderte finden Sie in englischer Sprache auf den Seiten der TMB. Ebenso ist ein Verzeichnis der Buslinien vorhanden, die mit solch behindertengerechten Bussen fahren.
Touristenbusse
Die Doppeldeckerbusse, die auf drei Linien die Sehenswürdigkeiten abfahren, sind mit dem Rollstuhl zugänglich. Das Oberdeck ist jedoch auf Grund der engen Treppe, die nach oben führt nicht mit dem Rollstuhl erreichbar.
Auf unserer Buchungsseite für die Doppeldeckerbusse finden Sie weitere Infos und Buchungsmöglichkeit des Tickets.
Taxis
Taxis sind eine gute Alternative zu den Metros. Sie sind zudem nicht besonders teuer.
Benötigen Sie ein Taxi speziell für Rollstuhlfahrer, ist folgende Telefonnummer nützlich:
Taxi Amic: +34 934 208 088. Deren Flotte enthält ca. 45 Fahrzeuge für Rollstuhlfahrer.
Fortbewegung innerhalb der Stadt mit dem Rollstuhl
Gehsteigabsenkungen für Rollstühle sind in Barcelonas Straßen konsequent eingeführt worden. Fahrzeuge, die unerlaubt im Halteverbot, vor Absenkungen oder auf Behindertenparkplätze parken, werden recht schnell abgeschleppt. Die meisten Museen sind für Rollstuhlfahrer zugänglich, ebenso die größeren und eher teureren Restaurants. Aber auch kleiner Bars sind oft ebenerdig mit dem Rollstuhl zugänglich, wenn auch hier die sanitären Einrichtungen nicht rollstuhlgerecht sind.
An jedem Strandabschnitt gibt es ein-zwei Rampen für die Zufahrt.
Scooterverleih und elektrische Rollstühle
Die Firma CosmoScooter bietet elektrische Scooter und Rollstühle für den Verleih an. Der Mietpreis liegt bei 87,00 € für den Scooter und 108,75 € für den elektrischen Rollstuhl für jeweils drei Tage. Günstigere Tagespreise bei längerer Mietdauer.
Eine Übersicht der Sehenswürdigkeiten und die Einschränkung bei der Zugänglichkeit finden Sie auf der Seite von Accessible Barcelona Guide.
Die meisten Museen und andere Attraktionen bieten gegen Vorlage des Behindertenausweises Ermäßigung oder gar freien Eintritt an. Die gilt oft auch für eine notwendige Begleitperson.
Diese gibt es kaum, noch viel weniger sind diese behindertengerecht.
Wenn man in den Restaurants aber nachfragt, sollte es kein Problem sein, deren Toilette benutzen zu können.
Museen und die meisten anderen Sehenswürdigkeiten, insbesondere die von der Öffentlichen Hand betriebenen, verfügen über meist sehr saubere Toiletten, die für Rollstuhlfahrer geeignet sind.
Die Intersessenvertretung für Behinderte hat unter anderem spezielle Stadtpläne für Behinderte.
Institut Municipal de Persones amb Discapacitat
Av. Diagonal, 233 planta 1
08013 Barcelona
Metro L1, Glòries (mit dem Rollstuhlfahrer zugänglich)
Tel. +34 934 132 775
Fax +34 934 132 800
Telefon für Gehörlose: +34 932 319 614
Webseite speziell für Menschen mit Behinderungen:
Accessible Barcelona Guide in englisch, spanisch, katalanisch.

In Barcelona nimmt man das Thema Barrierefreiheit sehr ernst und sorgt sehr engagiert für Verbesserungen. Wie hier z.B. werden sämtliche U-Bahnstationen mit Aufzügen ausgestattet.

Zugeparkte Parkplätze für Gehbehinderte sind die Ausnahme: Falsch Parken ist teuer und der Abschleppwagen ist schnell zur Stelle.