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Die Kathedrale (La Seu)

Eines der schönsten gotischen Bauwerke in Barcelona

Auf dem leicht erhöhten Platz Pla de la Seu, auf dem sich heute die Kathedrale von Barcelona befindet, hatten schon die Römer einen Tempel errichtet. Geweiht ist die Kathedrale der Märtyrerin Santa Eulàlia, der Schutzpatronin von Barcelona. Sie wurde in spätrömischer Zeit zu Tode gefoltert. Der Leichnam Eulàlias liegt unter dem Hochaltar begraben. Man feiert sie immer am 12. Februar.

Wenn auch die eigentliche gotische Kirche schon 1448 fertiggestellt wurde, wurde im Laufe der Jahrhunderte das Erscheinungsbild des Gotteshauses durch Um-und Anbauten immer wieder verändert. Der letzte größere Umbau war 1913 mit der Fertigstellung des mittleren Turms.

Sie können an der Catedral de la Santa Creu i Santa Eulàlia viele Epochen der europäischen Architektur wiederfinden.

Baugeschichte der Kathedrale

In Barcelona begann schon sehr früh die Christianisierung. Das Martyrium der Heiligen Eulàlia während der Christenverfolgung unter dem römischen Kaiser Diokletan (Kaiser von 284 bis 305) deuten darauf hin.
Die ältesten Funde einer frühchristlichen Kirche stammen aus dem 4. Jahrhundert. Es handelte sich um ein dreischiffiges Gebäude. Und obwohl es keine wissenschaftlich gesicherten Dokumente aus dieser Zeit gibt, vermutet man, dass es schon damals eine Kathedrale, also ein Bischofssitz war. In einer Kapelle dieser frühchristlichen Kirche wurden auch die Reliquien der Heiligen Eulàlia aufbewahrt, die dann mit der Eroberung der Iberischen Halbinsel durch die Mauren 711 in einer anderen Kirche, vermutlich die Santa Maria del Mar oder die Santa María de les Arene, versteckt wurden. 877 wurde die Gebeine wieder entdeckt.

Die einfache Kathedrale überstand 985 die Zerstörung von Barcelona durch den maurischen Herrscher Almansor. Die Kirche blieb stehen bis der Graf von Barcelona, Ramon Berenguer, 1046 den Bau einer romanischen Kathedrale begann. Diese romanische Kirche wurde 1058 fertig gestellt (die "Zweite Kathedrale"), aber schon ab dem 1. Mai 1298 wurde auf den noch vorhandenen Fundamenten der frühchristlichen Kirche und der romanischen Kathedrale von Ramon Berenguer wieder gebaut: die heutige gotische Kathedrale wird errichtet.

Die nächsten 150 Jahre ab 1298 können in drei Abschnitte unterteilt werden:

  • Das Gebäude wurde geplant, Apsis und die radialen Kapellen errichtet, das Presbyterium mit dem Altar und der Krypta, und die Querschiffe.
  • Die drei Schiffe mit den Seitenkapelle und Erweiterung zum Chor
  • Bau der Basilika, die 1417 mit einer einfachen Wand geschlossen wurde. Das Kloster mit seinem Kreuzgang wurde 1448 fertiggestellt.

Die schmucklose Fassade schien so manchen zu stören: auf Initiative des industriellen Manuel Girona Agrafel begann Ende des 19. Jahrhnder der Bau der Fassade in Anlehnung nan ursprüngliche Pläne aus dem 15. Jahrhundert. Die im neugotischen Stil errichtete Fassade und die beiden Seitentürme wurde dann 1913 eingeweiht.

Das heutige Gebäude

Die Kathedrale von Barcelona besteht aus drei Schiffen, besitzt aber nur eine Apsis. Die Schiffe bestehen aus fünf Abschnitten, der an der Fasade ist der längste.
Um den Raum zwischen den kleineren Strebepfeiler der Seitenschiffe nutzen zu können, sieht die Struktur der katalanischen Gotik Sekundärkapellen um das ganze Gebäude vor. Jeder der Abschnitte, deren Grenze mächtige Säulen zwischen den Schiffen kennzeichnen, besitzt zwei dieser nach innen offenen Kapellen.

Über den Kapellen läuft eine große Fenstergalerie an der Außenwand der Basilika.

Kreuzgang der Kathedrale und die Gänse

Unbedingt anschauen sollte man sich den Kreuzgang mit kleinen Kapellen, Gärten, Brunnen, mittelalterlichen Grabsteinen und sogar Gänsen, deren Schnattern Sie schon aus dem Kirchengebäude heraus hören können.

Die 13 weiße Gänse sollen das Alter von Eulàlia symbolisieren, als sie ihr Märtyrium erlitt. Das mag durchaus zutreffend sein, die Existenz dieser Tradition der Gänsehaltung verdanken wir aber einer ganz praktischen Eigenschaft der Gänse: ihr ohrenbetäubender Lärm war eine gute Abschrenkung gegen unerwünschte Eindringlinge und Dieben.

Besonders an heißen Sommertagen ist der kühle Kreuzgang eine Wohltat.

Vom Kreuzgang erreicht man das kleine Museum. In diesem Museum finden Sie zwei sehr kostbare Statuen, die die Santa Eulàlia darstellen und ein ebenso kostbarer Monstranz aus purem Gold. Ein Monstranz ist ein liturgisches Schaugerät, in dem die Hostie präsentiert wird. Im "Sala Capitular" können Sie wunderschöne Deckenmalereien bewundern.


Das Wichtigste im Überblick

Adresse
Plaça de la Seu, 7
Telefon: +34 933 107 195
www.catedralbcn.org

Anreise
Metro: Jaume I. (L4)
Bus Turístic: Barri Gòtic

Öffnungszeiten
Täglich 08:45 - 19:30 Uhr (Eintrittspreise siehe unten)

Eintrittspreise
08:45 - 12:45 Uhr: freier Eintritt
13:00 - 17:00 Uhr: 6,00 € (inkl. Dach und Chor)
17:15 - 19:30 Uhr: freier Eintritt

Während der Zeit ohne Eintrittsgeld:
- Besuch des Chors: 2,80 €
- Besuch des Dachs: 2,80 €

Hinweise zum Besuch der Kathedrale

Man kann die Kathedrale ohne Eintritt zu zahlen besuchen (Zeiten siehe oben). Beim bezahlten Eintritt ist allerdings der Chor, der Besuch des Dachs und das Museum inbegriffen. Möchten Sie dieses wunderschöne Kirchenbauwerk etwas ruhiger genießen, ist der bezahlte Eintritt durchaus lohnenswert.



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