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Das Opernhaus Gran Teatre del Liceu

Die Oper von Barcelona wurde 1999 wieder eröffnet

Das Gran Teatre del Liceu zählt zu den bedeutendsten Opernhäuser Europas und eine der schönsten Sehenswürdigkeiten Barcelonas. Die wichtigsten Werke der Klassik wurden von den größten Sängern der letzten zwei Jahrzehnte hier vorgetragen. Domingo, Pavarotti, Caballé, Callas, Tebaldi werden immer einen besonderen Platz im Herzen des Publikums haben. Im Gran Teatre del Liceu finden regelmäßig nach den Bayreuther Festspielen die größten Wagner-Festspiele statt.

Die Anfänge der Oper in Barcelona gehen auf die Sociedad Dramática de Aficionados im Jahr 1837 zurück. Diese Vereinigung liberaler, bewaffneter Bürgermilizen, gründete ein musikalisches Konservatorium. Unter der Leitung von Königin Isabel II. wurde 1838 daraus das "Liceo Filármonico Dramático Barcelonés".

Tickets für Vorstellungen

Hier können Sie Tickets buchen für Theateraufführungen und Opern im Gran Teatre del Liceu.

Der Erfolg dieses Hauses brachte eine Gruppe führender Großbürger aus Barcelona um Joaquim de Gispert i d'Anglí auf den Plan. Diese wollten ein neues und prächtigeres Opernhaus bauen, als es unter königlicher Leitung möglich gewesen wäre. Zur Finanzierung gründeten diese eine Gesellschaft, die die Gewinne aus Aktienhandel anhäufte. Den Mitgliedern der "Societat de Propietaris", Gesellschaft der Besitzer, waren die meisten der Logen vorbehalten.

Am 4. April 1847 wurde die nach Plänen den des Architekten Miquel Garriga i Roca eröffnet. Mit 4.000 Sitzplätzen war es die größte Oper Europas. Ab 1855 war die Societat de Propietaris dann ausschließlich für den Betrieb der Oper verantwortlich, man hat sich vom Konservatorium getrennt. 1861 wurde das Liceu erstmals von einem Feuer heimgesucht, das das Auditorium und die Bühne komplett zerstörte. Aber bereits ein Jahr später konnte das Opernhaus wieder eröffnet werden.

Der Wiederaufbau des Liceu nach dem Brand von 1994

Bereits seit 1986 gab es Pläne zur Erweiterung und Modernisierung des Gebäudes. Auf Grundlage dieser Pläne von Solà Ignasi de Morales wurde das Liceu neu aufgebaut. Nahezu vollständig hielt man sich am Original, wie es nach Renovierungen 1861 und 1877 vorhanden war, möglichst viele unbeschädigte Teile wurden wiederverwendet.

So wurde die prächtige Foyer und der ebenso prächtige Spiegelsaal den originalen Räumen nachgebaut. Unterhalb der Konzerthalle wurde ein Auditorium mit Restaurant als Pausenraum für die Gäste erbaut, die Bühne mit modernster Technik ausgestattet. Der Vorhang wurde modernisiert, gestaltet wurde dieser vom Designer Antoni Miró. Die Sitze der oberen Stockwerke bekamen TV-Technik installiert, die nicht alle Plätze Sicht auf die Bühne haben. Die Geometrie der ansonsten originalgetreu nachgebauten Konzerthalle wurde gemäß modernen Erkenntnissen der Akustik leicht angepasst.

Das Gran Teatre del Liceu wurde 1999 wieder eröffnet und verfügt nun über fast 2.300 Sitze auf 6 Ebenen. Das Liceu ist heute aus dem Kulturbetrieb von Barcelona nicht mehr wegzudenken.

Die Finanzierung des Opernbetriebs im Liceu

Von Anfang an, seit der Eröffnung 1847, wurden Theater-und Opernproduktionen an Investoren vergeben, die damit auch die Erlöse aus dem Ticketverkauf erhielten. Ausgenommen hiervon waren die für die Societat reservierten Plätze.
Es zeichnete sich aber ab etwa 1975 ab, dass diese Art der Finanzierung nicht mehr rentabel war. Eine Trägerschaft aus der Stadt Barcelona, der katalanischen Regionalregierung und der Societat del Gran Teatre del Liceu, so der offizielle Name der "Societat de Propietaris". Die rein private Art der Sponsorenfinanzierung wurde 1980 zur Rettung eines der international bekanntesten Opern in eine öffentliche Finanzierung umgewandelt.

Der Brand am 31. Januar 1994 zerstörte das Liceu fast vollständig. Dies hatte eine außerordentliche soziale Wirkung auf die katalanische Gesellschaft. Man stritt sich, ob das Haus überhaupt wieder aufgebaut werden sollte. Zum Wiederaufbau dieses symbolträchtigen Gebäudes wurde eine neue Rechtsgrundlage geschaffen. Das Vermögen und alle Rechte wurden in eine Stiftung, die Fundació del Gran Teatre del Liceu , überführt. Von nun an war das Haus komplett in öffentlicher Trägerschaft.

Besichtigung des Liceu

Das Liceu kann mit mehreren Führungen täglich besichtigt werden. Es gibt eine kleine, etwa 30 Minuten dauernde Führung, bei der Sie das Foyer, den Spiegelsaal, einige Logen und den großen Konzertsaal sehen. Daneben gibt es auch die große Führung. Diese dauert etwa 1,5 Stunden und Sie sehen auch die Bühne, den Backstagebereich und weitere Räumlichkeiten im Hintergrund des Bühnenbetriebes des Liceu.

Die Führungen finden zwischen 10 und 13:00 Uhr alle 30 Minuten statt. Bitte beachten Sie, dass Führungen aus betrieblichen Gründen, z.B. Proben oder Vorführungen, ausfallen können.

Der Eingang für die Führungen befindet sich links neben dem Haupteingang und führt in das Untergeschoss zu einem Café und einem Laden, in dem Sie neben Büchern auch CDs kaufen können. Vor dem Laden befindet sich die Kasse und Anmeldung für die Führungen.

Das Wichtigste im Überblick

Adresse
La Rambla, 51-59
Telefon: +34 934 859 914
www.liceubarcelona.com

Anreise
Metro: L3, Liceu
Bus Turístic: Colom - Museu Marítim

Öffnungszeiten
Führungen täglich von 10-13:00 Uhr alle 30 Minuten.
An bestimmten Tagen Backstage-Tour um 9:15 Uhr (frühzeitige Anmeldung empfohlen)
Führungen können aus betrieblichen Gründen entfallen.

Eintrittspreise
Kleine Führung: 4,10 €
Große Führung: 10,00 € (inkl. Bühne und Backstage)
Mit der Barcelona Card 20% Rabatt auf die Führungen.

Liceu - die Bühne der Oper von Barcelona

Die neue Bühne der prachtvollen Oper von Barcelona.

Auditorium unterhalb des Kozertsaales

Modernes Auditorium unterhalb des Kozertsaales.


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