Mit der Tour um den Montjuïc lernen Sie an einem Tag den am Meer und Hafen gelegenen Hausberg Montjuïc an 1,5 Tagen kennen. Das Programm ist sehr abwechslungsreich. Wenn Sie ein oder zwei Sehenswürdigkeiten auslassen, können Sie die Tour auch an einem Tag bewältigen.
Auf dem Montjuïc gibt es viele Parks, Museen, Aussicht und die Olympischen Sportstätten von 1992.
Obwohl der Hausberg mit knapp über 200 Meter Höhe nicht gerade als Hochgebirge bezeichnet werden kann, sollten Sie zumindest am ersten Tag gutes und bequemes Schuhwerk tragen.
Länge des Stadtrundgangs am ersten Tag: etwa 6.500 Meter zu Fuß.
Unsere Tour beginnt am Maremagnum (U-Bahn-Station Drassanes, L3). In erster Linie, um dort in den Cafés des Einkaufscenters mit einem Blick auf den Montjuïc zu frühstücken.
Gehen Sie vom Maremagnum zur mittleren Station der Seilbahn, die auf den Montjuïc führt. Diese befindet sich auf der Mole, an der auch die Fährschiffe anlegen. Dort fahren Sie zur Bergstation.
Als Alternative können Sie diese Tour auch im Museu d`Historia de Catalunya (U-Bahn-Station Barceloneta, L4) beginnen. Das Museum hat eine sehr schöne Dachterasse. Gehen Sie hier dann zur Station Plaça Balmeres der Seilbahn. Das ist die erste Station am Meer. Die Seilbahnstation ist durch den Turm nicht zu übersehen.
Nun kann man sich auf dem Montjuïc ein wenig verlaufen, schauen Sie sich die Tour auf dem Stadtplan an, dann ist der weitere Weg ganz einfach.
Von der Bergstation gehen Sie etwa 200 Meter gerade aus zu einem kleinen Platz, dem Plaça de Carles Ibañez. Von dort geht halb links ein Fußweg die Carretera de Montjuïc weg. Dieser Weg mündet auf eine Straße, die ebenfalls Carretera de Montjuïc heißt. Diese Straße gehen Sie nach links den Berg hinauf.
Die erste kleinere Sehenswürdigkeit ist der Plaça de Sardana. Sie erkennen den Platz an der in Stein gehauenen Gruppe Sardana-Tänzer. Sardana ist während der Franco-Diktatur verboten worden und wird dementsprechend heute desto öfter an offiziellen Feiertagen getanzt.
Auch die nächste Station, zu der es nun etwa 500 Meter weiter sind, hat einen unrühmlichen geschichtlichen Hintergrund. Im Castell de Montjuïc, der Burg am Gipfel des Montjuïc, wurden zu Francos Zeiten viele politische Gegener inhaftiert, oft verschwanden sie oder wurden hingerichtet. Lange Zeit war der Montjuïc deshalb bei der Bevölkerung verhasst.
Im Castell befindet sich das militärhistorische Museum. Nicht wegen seiner Kanonen interessant, aber die Aussicht auf die Stadt, das Meer und den Hafen ist hier am schönsten.
Nun geht es wieder den Berg hinunter. Die nächste Station ist das Museum der Fundació Joan Miró. Gehen Sie dazu die Avinguda del Castell hinunter bis zur Carrer dels Tarongers. Diese gehen Sie hinunter bis zur Sie auf die Avinguda de Miramar stoßen, die direkt zum Miró-Museum führt. Neben den der beachtlichen Kunst ist hier auch die Terasse interessant, von der Sie einen genialen Blick auf die Innenstadt haben.
Nach dem Miró-Museum gehen Sie einfach die Straße in Richtung der olympischen Sportstätten weiter. Schauen Sie sich hier einfach ein wenig um, es ist hier sehr schön und die Architektur ist außergewöhnlich. Mit den Olympischen Sommerspielen 1992 und den damit einhergehenden städtebaulichen Maßnahmen hat Barcelona endgültig mit der Tristesse, die das Franco-Regime hinterlassen hat, gebrochen. Sie konnten die Barceloner ihren Montjuïc wieder lieb haben.
Gehen Sie nun die große Straße, auf der Sie gekommen sind weiter, vorbei an einem Kreisverkehr und dann kommen Sie zum Poble Espanyol. In dem Dorf werden typische Häuser aus allen Teilen Spaniens vorgestellt. In den Häuser gehen Handwerker traditioneller Handwerkskunst nach. Im Poble Espanyol können Sie auch gut essen.
In den Sommermonaten können Sie sich etwas mehr Zeit im Poble Espanyol lassen, versäumen sollten Sie aber auf keinen Fall die Wasserspiele der Font Màgica. Besonders abends, wenn das auch die Lichtspiele voll zur Geltung kommen, ist das beeindruckend.
Von hier aus können Sie ab dem Plaça de Espanya mit der U-Bahn zurück fahren (L1, L3, F.G.C.).
Länge des Stadtrundgangs am zweiten Tag: etwa 2.700 Meter zu Fuß.
Sie starten den zweiten Tag am Plaça de Espanya. Wir haben in dieser Umgebung keine besondere Frühstücksempfehlung. Wenn Sie nicht im Hotel gefrühstückt haben und in der Innenstadt wohnen, empfehlen wir das, im Kaufhaus El Cortes Inglés am Plaça de Catalunya zu tun. Sie haben von hier eine wunderbare Sicht auf den Platz. Mit der U-Bahn kommen Sie ohne umzusteigen mit der Linie 3 zum Plaça de Espanya.
Am Platz sehen Sie schon die zwei im venezianischen Stil errichteten Türme und das neoklassizistische Gebäude in Richtung Montjuïc, welches Sie sicher schon am Vortag bemerkt haben.. Das Gebäude wurde zur Weltausstellung von 1929 errichtet und beherbergt das Museu National d'Art de Catalunya (MNAC), die erste Station des heutigen Tages. Sollten Sie sich nicht für romanische Fresken und mittelalterliche Kunste interessieren, lohnt sich auf jeden Fall das Gebäude an sich.
Hinter dem MNAC befindet sich ein kleiner Parc, der Jardins de Joan Maragall. Hier können Sie eine kleine Pause machen.
Weiter geht es zum Caixa Forum, ein Museum zeitgenössischer Kunst. Sie finden es, wenn Sie vom MNAC die Treppen hinunter gehen und die Avinguda del Marquès de Comilles, die direkt unterhalb der Font Màgica vorbei führt, nach links gehen. Nach etwa 100 Metern kommt das Caixa Forum, die letzte Station dieser Tour.

Die Sardanas-Tänzer ganz in der Nähe der Seilbahn. Von hier aus geht eine weitere Seilbahn den Rest des Berges hinauf.

Das letzte Stück bis unmittelbar zu Castell können Sie mit der Seilbahn zurücklegen. Leider wurde hier nicht nur östereichische Technik importiert, sondern auch die alpinen Hochsaisonpreise.

Nicht nur die katalanische Kunst des Mittelalters und der Gegenwart sind ein Besuch wert, auch das Gebäude des MNAC selbst ist imposant.

Ein besonderer Höhepunkt sind die Font Màgiga, die magischen Brunnen. Schon bei Tag absolut schön anzusehen.