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Basilika Sagrada Família

Erleben Sie Gaudís Meisterwerk in Barcelona


Die Sagrada Família ist das Wahrzeichen Barcelonas und der Besuch ein unvergessliches Erlebnis. Die bis ins kleinste Detail durchdachte Architektur, die prächtigen Fassaden, das faszinierenden Lichtspiel im Inneren der Basilika und der Ausblick von einem der Türme wird Sie verzaubern und begeistern.

Mitte des 19. Jahrhunderts plante José María Bocabella, Vorsitzender der Heiligen Bruderschaft, eine Kirche in Barcelona zu bauen und diese der Heiligen Familie "Sagrada Família" zu widmen. Als Grundstück wählte er eine Parzelle außerhalb des Stadtgebietes, aber noch innerhalb des Straßenrasters der geplanten Stadterweiterung, dem heutige Stadtbezirk Eixample.

Näher zur Stadtmitte hin zu bauen war auf Grund der damals schon hohen Grundstückspreise nicht möglich.

Trotz aller Widrigkeiten wie zum Beispiel einem mehr als sechs-monatigen Baustopp durch Corona wird die Sagrada Família voraussichtlich 2026 fertig gestellt. Im November 2023 wurden die Bauarbeiten an den vier Türme der Evangelisten beendet, die Himmelfahrtskapelle folgt voraussichtlich 2025. Als krönender Abschluss wird dann 2026 der Turm von Jesus Christus fertiggestellt, der mit einer Höhe von 172,50 Metern dann der höchste Kirchturm der Welt sein wird.

Besuch, Tickets und Führungen

Die Sagrada Familia ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Spaniens - entsprechend lange müssen Sie an den Kassen anstehen. Mit vorgebuchten Tickets können Sie sich jedoch die Wartezeit sparen, Sie müssen lediglich zum vorgebuchten Zeitpunkt zum Eingang gehen.

Sagrada Familia: Schnelleinlass

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  • Eintritt ins Museum der Sagrada Família
  • Ticket auch auf dem Smartphone
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Sagrada Familia: Schnelleinlass & Turmbesichtigung

Ticket für Schnelleinlass Sagrada Familia und Turmbesichtigung

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  • Audioguide in 17 verschiedenen Sprachen, darunter Deutsch
  • Schnelleinlass Eintritt in die Sagrada Familia
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  • Eintritt ins Museum der Sagrada Família
  • Ticket auch auf dem Smartphone
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Fast-Track Sagrada Familia & Türme - Führung (auch auf Deutsch)

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  • Tour mit ein- oder zweisprachigem Guide, je nach Datum und Uhrzeit
  • Einlass ohne Anstehen zur Sagrada Familia
  • Ticket auch auf dem Smartphone
  • Sofortige Ticketzustellung
  • Dauer ca. 1,5 Stunden
  • Führung auf Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch

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Sagrada Familia Tour der Fassaden (auf Deutsch, private Tour)

Sagrada Familia Tour der Fassaden auf Deutsch

  • Führung auf Deutsch, private Gruppe
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  • Dauer ca. 75 Minuten

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Sagrada Familia & Türme ohne Anstehen Tour (auch auf Deutsch)

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  • Sprachen: Deutsch, Englisch. Spanisch, Französisch
  • Dauer ca. 1,5 Stunden

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Private Führung durch die Sagrada Familia

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Die Kirche ist ein sehr komplexes Bauwerk. Auch wenn die reine Betrachtung die Besucherinnen und Besucher begeistert, empfehlen wir, sich die Kirche während einer der Führungen von einem erfahrenen Guide erklären zu lassen. Sie werden viele Aha-Momente erleben.

Die Bauarbeiten an der Sagrada Família

Mit der Planung des Gotteshauses wurde zunächst der Bistumsarchitekt Francisco del Villar beauftragt. Dieser Entwarf eine Kirche im gotischen Stil. Die Arbeiten an der Kirche begannen 1882 mit dem Bau der Krypta. Wegen grundlegender Meinungsverschiedenheiten mit Bocabella musste er jedoch seinen Auftrag niederlegen. Nur ein paar Monate später - im Jahr 1883 - nahm der junge Architekt Antoni Gaudí seine Stelle ein. Er fand darin sein Lebenswerk und arbeitete an der Sagrada Família bis zu seinem Tode am 10. Juni 1926.

Baufortschritt der Sagrada Família bis zur Fertigstellung

Unter Gaudí gewann die Kirche wegen ihrer ausladenden Dimension und ihrer üppigen Ausgestaltung eine solche Bedeutung, dass sie bald "die Kathedrale" genannt wurde. Auch er selbst nannte sie so, obwohl sie bis heute keinen Bischhofssitz beherbergt und den Rang einer Basilika hat. Gaudí war davon überzeugt, dass die Stadt eines Tages für "seine" Kirche bekannt sein würde - wie Recht er damit hatte!

Alle Architekten, die nach Gaudí an der Basilika Sagrada Família arbeiteten, orientierten sich an Plänen, Modellen und Aufzeichnungen des Meisters. Für viele neuere Teile waren die Vorlagen Gaudís kaum erhalten und man war oft auf Vermutungen angewiesen, wie es der große Baumeister ursprünglich wohl vorgesehen hatte. Gaudís Nachfolgern bot dies aber die Möglichkeit, ihren eigenen Stil in der Sagrada Familia zu verwirklichen und sichtbar zu machen.

Sicher sind sich aber alle: die Sagrada Família wird nach ihrer Fertigstellung alle bisher von der Christenheit errichteten Kirchen an Großartigkeit übertreffen.

Als Kirche darf die Sagrada Família darüber hinaus nicht nur vom künstlerischen Standpunkt aus betrachtet werden: beim Besuch sollte man auch die tiefe Religiosität Gaudís sehen, die sich in der Symbolik fast jeden einzelnen in dem Bauwerk verbauten Steins zeigt. An den Fassaden und im Inneren lohnt eine nähere Betrachtung der vielen Details. Sie werden staunen, wie viel Bedeutung in jedem einzelnen Stein, jeder Figur steckt.

Sagrada Família während der Pandemie

Während der Corona-Pandemie wurden die Bauarbeiten 2020 für 114 Tage unterbrochen. Lediglich während des Spanischen Bürgerkriegs von 1936-1939 wurden die Bauarbeiten länger unterbrochen. Die Wiedereröffnung für das Publikum erfolgte nach einem mehrstufigen Plan. Menschen, die besonders unter dem Lockdown gelitten haben, durften die Kirche zuerst besuchen.

Wann wird die Sagrada Família fertiggestellt?

Am 7.11.2010 weihte Papst Benedikt XVI. die Sagrada Família und erhob die Kirche damit zur Basilika.

Ursprünglich war der Fertigstellungstermin für 2026, dem 100. Todestag von Antoni Gaudí, geplant. Durch die lange Bauunterbrechung während der Pandemie schien dieser Fertigstellungstermin nicht mehr zu halten.

Nachdem nun der Turm der Jungfrau Maria am 08. Dezember 2021 eingeweiht wurde und die Zinnen der Türme der Evangelisten Lukas und Markus erstmals erleuchteten, werden die beiden letzten Turme der vier Aposteln Johannes und Matthäus Ende 2023 eingeweiht.

Der zentrale und letzter fertig zu stellende Turm, der Jesus gewidmet ist, erwartet seine Fertigstellung in 2026. Er wird mit 172,50 Metern der höchste Turm sein. Im Inneren wird in einem 60 Meter hohen Raum eine Wendeltreppe und ein verglaster Aufzug nach oben führen.

Die Fassaden der Sagrada Família

So unterschiedlich die Fassaden der Sagrada Família auch sind, eines haben sie gemeinsam. Sie stecken voller Symbolik.


Die Fassade der Geburt Christi (Weihnachtsfassade)

Die Fassade der Geburt Christi wurde als erste fertig gestellt. Sie besteht aus drei großen Portalen - einem großen Mitteltor und zwei kleineren Seitentoren - und vier Glockentürmen. Diese Einheit mit den sehr originellen Türmen bricht mit dem gotischen Stil, wie er noch in der Krypta zu finden ist.

Fassadenführung buchen

Während der einstündigen, deutschsprachigen Führung sehen Sie viele Details und der Guide erläutert Ihnen kurzweilig die Symbolik der Fassaden.

Die drei Vorbauten sind den wichtigsten Dogmen des Katholizismus sowie dem Ursprung, der Kindheit und der Jugend Jesu gewidmet.

Die Dreierfassade bildet eine einheitliche Landschaft, in der die menschlichen Figuren besonders auffallen. Sie ist eine Allegorie auf das Wunder der entstehenden, sich ständig wandelnden Natur - der Erschafferin jeglicher Form von Existenz.

Zwischen den drei Toren können wir zwei hohe und besonders reichhaltig ausgearbeitete Säulen erkennen, die von Palmen gekrönt werden und auf zwei großen Schildkröten aus Stein ruhen. Die Schildkröten sind Symbole der Unveränderlichkeit und garantieren in der traditionellen chinesischen Kultur, die zu Ende des 19. Jahrhunderts in der westlichen Welt sehr bekannt war die Beständigkeit des Kosmos. Dagegen stellen die beiden Chamäleons auf beiden Seiten der Großen Fassade sicherlich den ständigen Wandel der Natur dar.

Bauliche und architektonische Elemente bilden die Grundlage der Fassade der Geburt. Es fallen aber vor allem die vielen Verzierungen und die große Zahl an Skulpturen auf.

Das linke Portal trägt den Namen "Portal der Hoffnung", das mittlere nennt sich "Portal der Barmherzigkeit" und das rechte das "Portal des Glaubens". Zwischen den Portalen befinden sich oberhalb der Säulen Trompetenengel, die das Ende der Welt verkünden. Über den Portalen - kaum erkennbar - spannt sich der astrologische Tierkreis aus den Sternzeichen. Deren Darstellung, als heidnische Darstellung, dass das Schicksal in den Sternen liegt war zu dieser Zeit eigentlich nicht erlaubt.

Die drei Portale der Fassade der Geburt Christi

Um das links vom Hauptportal liegende Portal der Hoffnung zeigt Gaudí Szenen, die keinen Grund zur Hoffnung geben. Sie zeigen z.B. den Mord an Kindern durch Herodes, die Flucht nach Ägypten und ein Kind, das eine tote Taube in der Hand trägt.
Der Bogen über dem Tor stellt eine Zweimannsäge dar. Abgebildet sind Werkzeuge, die mit Berufen aus dem Bauwesen in Verbindung stehen. Das Portal wird von einem Felsen gekrönt, der den Berg Montserrat darstellt.

Das mittlere und größte Portal wird Portal der Barmherzigkeit genannt. Das Portal ist durch eine Säule zweigeteilt. Um diese schlängelt sich eine Schlange mit dem Apfel der Sünde im Maul. Darüber befindet sich die Krippenszene: Josef und Maria beten das Christkind an.
Gaudí verwendete bei den Gesichtern der Figuren Gesichtsabdrücke der Arbeiter, die an der Sagrada Familia arbeiteten, sowie Totenmasken Verstorbener. In einer höheren Ebene über dem Portal wird gezeigt wie Jesus Maria krönt, was die Marienverehrung im Katalanischen eindrucksvoll demonstriert.

Das rechte Portal des Glaubens zeigt einige Szenen aus den Evangelien. Oberhalb des Tores befindet sich eine grausame Darstellung des Herzens Jesu, gespickt mit Dornen. Darüber sind mehrere Figurengruppen. Sie zeigen den Besuch Marias bei ihrer Cousine und Josef und Maria bei Anbetung von Jesus. Auf den oberen Ebenen werden Hauptinhalte des Katholizismus dargestellt: die Dreifaltigkeit, das Dogma der unbefleckten Empfängnis, die Eucharistie und die Weisheit Gottes, auffällig dargestellt mit der Hand mit einem Auge.

Der Baum des Lebens

Oben auf der Fassade der Geburt werden die drei Portale durch die Fiale in Form einer Zypresse gekrönt. Am Baum des Lebens ist eine Brücke zwischen den beiden Türmen. Von hier hat man einen atemberaubenden Blick auf Barcelona.

Die Fassade des Leidensweges

"Wenn ich den Bau mit dieser Fassade begonnen hätte, hätte man sich von diesem Werk distanziert". Diese Erklärung gab Gaudí dafür, die Sagrada Familia nicht mit dem Portal des Leidenswegs begonnen zu haben. Ein Beweis dafür, welch dramatischen Eindruck er damit erwecken wollte.

Gaudí gestaltete das Portal während einer schweren Krankheit im Jahre 1911. Es werden die letzten Lebenswochen Jesu erzählt. Die Figuren erinnern an den Expressionismus, einer von Gaudí bevorzugten Kunstrichtung. Die Säulen des Vordachs erinnern an Knochen. Die Fassade und das Portal wurden nicht zu Lebzeiten Gaudís fertig gestellt.

Im Jahr 1988 wurde der Bildhauer Josep Maria Subirachs mit der Schaffung der Skulpturen beauftragt. Er arbeitete an Hand von noch erhaltenen Zeichnungen Gaudís. Dieser begann mit der Ausführung im Jahre 1989. Auf einer Szenerie mit drei Bildebenen zeigt der Bildhauer die Geschichte des Leidensweges vom Letzten Abendmahl bis hin zum Tode Jesu.
Subirach, dessen Stil geprägt von markanten Kanten ist hat eine Reihenfolge der Darstellungen in Form eines umgedrehten S festgelegt.
Die Figuren sind kantig und Subirach gibt dem Betrachter einige Rätsel auf. So. z.B. das magische Quadrat, dessen Quersumme immer 33 - das Alter Jesu bei seinem Tod - ergibt. Auch andere Interpretationen sind hier natürlich möglich.

Die Fassade der Seligkeit

Die Fassade der Seligkeit wird nun die größte und prächtigste Fassade Sagrada Familia. Die vier Türme werden noch höher als die der beiden anderen Fassaden. Diese Fassade ist noch nicht fertig gestellt.

Gaudí wollte auf der Fassade der Seligkeit die letzten vier Ereignisse eines Menschen zeigen: den Tod, das Jüngste Gericht, die Hölle und die Seligkeit.
Sieben Eingänge sollen auf dieser Seite in die Kirche hineinführen.

Der Innenraum der Sagrada Família

Die Fertigstellung des Innenraums und die Weihe waren großartige Momente für Barcelona. Nun endlich kann die bahnbrechende Gestaltung des genialen Antoni Gaudí nicht nur von außen bewundert werden - und dies ganz ohne Baugerüste und Maschinenlärm ...


Das Kirchengebäude der Sagrada Família orientiert sich am klassischen Bau einer fünfschiffigen Basilika. Das mittlere Schiff überragt die anderen deutlich. Jedem dieser fünf Schiffe ist ein Tor der noch nicht fertiggestellten Glorienfassade zugeordnet. Außerdem existieren zwei Seitenportale, die zu der Buß- und Taufkapelle führen. Hinter dem Mittelschiff, innerhalb der Apsis, befindet sich im Lichte der vielen Fenster der Altar.

Genauso wie die Fassaden sich durch eine vielschichtige Symbolik auszeichnen, ist auch der Grundriss der Kirche voller Sinnbilder. Jede Tür, jede Säule und fast jede Fläche trägt eine eigene konkrete oder symbolische Bedeutung. Diese Andeutungen und Gleichnisse nehmen Bezug auf die einzelnen katalanischen und wichtigen spanischen Diözesen (Bistümer), auf jede Kirche Lateinamerikas und auf jeden der fünf Kontinente. Auch auf die Apostel, die großen Ordensgründer und besonders verehrte Heilige wird immer wieder verwiesen. Ebenso auf die theologischen Tugenden, auf die Sakramente und vieles mehr.

Das Gewölbe- und Säulensystem im Inneren der Basilika

Die ersten Entwürfe der Kirchenschiffe entsprachen in ihren Grundzügen der Gotik, jedoch ohne die im Mittelalter zusätzlich verwendeten Strebepfeiler und -mauern. Bei diesen ursprünglichen Skizzen waren die Mauern weiterhin tragende Elemente und jede einzelne Säule unverzichtbar für die Statik des Hauses.

Gaudís Forschungen der Statik waren ebenso genial wie bahnbrechend: der Architekt knotete Seile so zusammen, dass die entstandene Seilkonstruktion der geplanten Konstruktion mit Säulen und Mauern entsprach. Er drehte die Konstruktion auf den Kopf und hängte an den Druckpunkten kleine Gewichte. So konnte er die Druckverläufe in den Säulen simulieren. Das Seilgerüst fotografierte er und drehte das Foto wiederum um. Nun konnte er Druck- und Spannungsverläufe auch ohne statische Berechnungen gut erkennen.

Ein Ergebnis seiner Forschung ist die baumartige Säulenstruktur: Gaudís Säulen sind geneigt und wie Bäume verzweigt. Das Gewicht wird direkt über die Säulen in den Boden geleitet, ganz ohne tragende Fassade oder äußere Strebebögen. Das Ergebnis dieser genialen Lösung ist spektakulär: Die Säulen und das durch sie getragene Gewölbe verwandeln das Innere des Tempels in einen steinernen Palmwald und extrem viel Licht strömt durch die großen Fenster und durch das Gewölbe hinein.

Der Architekt Antoni Gaudí

Barcelonas bekanntester Architekt des Modernisme, der katalanischen Veriante des Jugendstils, arbeitete bis zu seinem Tod an der Sagrada Família.

Antoni Gaudí

Die geraden und teilweise geneigten Säulen sind mit Rillen verziert. So entsteht der Eindruck, dass sich das Material, aus dem die Säulen bestehen, gestreckt hat. Oben verzweigen sich die Säulen, damit jede von ihnen mehrere Punkte der Decke stützen kann. Alle Abschnitte des Daches werden von solchen verzweigten Säulen getragen.

Schließlich bestehen die Säulen aus Materialien unterschiedlicher Härte. Die längsten und dicksten Säulen sind aus rötlichem Porphyr - einem sehr harten, vulkanischen Gestein. Die dunklen, etwas kleineren Säulen bestehen aus Basalt, die helleren Tragsäulen aus Granit und die äußerste Säulenreihe im Kirchengebäude aus einem relativ weichen Gestein vom Hausberg Barcelonas, dem Montjuïc. Die "kleinsten" Säulen tragen den Chor.

Im Inneren der Sagrada Família konzentriert sich die Essenz des Schaffens Gaudís: Für das Gewölbe- und Säulensystem gibt es kein Vorbild in der Architektur. Nur in der von Gaudí genauestens studierten Natur.

Die fünf Kirchenschiffe

Der Grundriss der Kirche hat die Form eines Lateinischen Kreuzes – mit enormen Abmessungen. Die Sagrada Família wird weltweit einer der größten Kirchenbauten sein: Vom Eingang bis zur Apsis sind es 90 Meter, die fünf Schiffe werden von einer 60 Meter langen und 45 Meter breiten Vierung begrenzt. Die vier Seitenschiffe messen jeweils 7,5 Meter, das Hauptschiff mit 15 Metern ist genau doppelt so breit. Das Gewölbe ist dabei 45 Meter hoch, während jene der Seitenschiffe 30 Meter in die Lüfte wachsen.

Begonnen wurde mit den Bauarbeiten der Schiffe 1987 nach Modellen, die Antoni Gaudí angefertigt hatte und die nicht im Spanischen Bürgerkrieg zerstört wurden.

In den äußersten Kirchenschiffen befinden sich die Chöre jeweils auf einer Empore. Diese bieten Platz für über 1500 Sänger.

Die Apsis der Sagrada Família

Als Apsis wird in der Architektur als ein von einer Halbkuppel überdachter Raum bezeichnet. In einer Kirche ist es meist der Bereich, in der der Altar steht.


Direkt nach der Fertigstellung der Krypta ließ Gaudí darüber die Apsis errichten. Im gotischen Stil gehalten, wird sie umrahmt von sieben Kapellen und zwei Seitentreppen zur linken und rechten Seite. Diese setzen die von der Krypta nach oben führenden Wendeltreppen bis in die Fassaden hinein fort. Als Hinweis auf die Wendeltreppen sieht man an den Außenmauern der Apsis zwei große Steinschnecken, die die Wand herunter kriechen. Die Mauern im Inneren der Apsis sind mit Engelsköpfen und Tränen verziert, die an das Leiden Jesu erinnern sollen.

Die 1893 fertiggestellte Apsis krönt eine gewaltige der Maria gewidmete Kuppel, die von mächtigen Säulen getragen wird. Auf diese Weise gelang es eine der Marienverehrung gewidmete Einheit zwischen Krypta, Apsis und Kuppel herzustellen. Der Höhepunkt des Marienkultes innerhalb des Christentums war im 19. Jahrhundert, wobei Gaudí die Heilige Jungfrau ganz besonders lobpreiste.
Die komplette Apsis und die Kuppel sind lichtdurchflutet – heller als es schon für die Architektur der Gotik charakteristisch ist. Ebenfalls der Himmelfahrt Mariä gewidmet ist eine Außentür des Kreuzgangs der Sagrada Familia. Nicht ohne Stolz und gewiss auch zu Recht betrachtete Gaudí seinen Baustil als Perfektionierung der Gotik.

In der Mitte befindet sich erhaben der Altar, darüber das Lateinische Kreuz mit einem Baldachin, der mit den Ranken und Trauben eines Weinstockes verziert ist – einziges Zugeständnis Gaudís an die klassische Kirchengestaltung. Hinter dem Altar ragen die Orgelpfeifen auf, die zwar mächtige Dimensionen haben, in dieser riesigen Basilika aber dennoch sehr zierlich wirken.

Die 1993 fertig gestellte Apsis zeigt an ihren Mauern, Kirchenfenstern und Spitztürmen den großen Einfallsreichtum Gaudís. Das Innere ist mit Engelsköpfen und in Gruppen angeordneten Tränen verziert, die an das Leiden Christi erinnern.
Frösche, Drachen, Eidechsen, Schlangen und Salamander haften an der Außenwand der Kirche, jedoch ohne die Kirche betreten zu können, da sie diabolische Kräfte versinnbildlichen. Sie erfüllen dabei den sinnvollen Zweck, bei Regen das Regenwasser nach außen zu leiten.
Die Zinnen auf den Mauern stellen Gräser dar.

Die Türme der Sagrada Família

Am 30. November 1925 wurde der Sankt-Barnabas-Turm fertiggestellt, der erste Turm links auf der Seite der Fassade der Geburt. Er war der einzige Turm, dessen Fertigstellung Gaudí noch erlebte.


Die Türme sind von innen genauso beeindruckend wie von außen. Um nach oben zu gelangen kann man die Treppen oder einen Aufzug benutzen. Im unteren Teil der Türme führt jeweils eine Wendeltreppe nach oben. Sie haben fast keine Geländer, da sie sehr steil sind. Das Treppenauge ist sehr klein.

Wenn man oben auf dem vierten Teil des Turmes angelangt ist, kann man von einem Turm zum anderen wechseln, wodurch eine Art Labyrinth in der Höhe entsteht.

Im oberen Teil sollen einmal die Glocken aufgehängt werden. Im Inneren verlaufen mehrere übereinander liegende Galerien, von denen aus ein Teil der Gläubigen die Messe verfolgen wird.

In den folgenden Jahren nach Gaudís Tod vollendete sein Nachfolger, der Architekt Sugrañes die anderen drei Türme. Später wurde mit dem Bau der fast identischen vier Türme der Fassade des Leidenswegs begonnen, deren Fertigestellung im Jahre 1977 erfolgte. Bis die Türme der Fassade der Seligkeit errichtet sind werden noch viele Jahre vergehen, denn sie sind um einiges höher als die bisher vollendeten.

Die Kirchtürme sind den zwölf Aposteln gewidmet. Besonders die vier ältesten, von denen die äußeren 94 Meter und die inneren 107 Meter hoch sind. Sie tragen die Namen und die entsprechenden, auf einem Sockel sitzenden Figuren der Apostel.

Die Rosenkranzkapelle, die Krypta, die Apsis und der Kreuzgang sind die Bereiche im Inneren der Sagrada Família, die am meisten voller Symbole stecken.

Die Rosenkranzkapelle der Sagrada Família

Von den beiden Kapellen, die an den Ecken des Kreuzgangs geplant sind, wurde von Gaudí nur eine fertiggestellt: "Unserer Heiligen Jungfrau vom Rosenkranz". Es handelt sich bei der Rosenkranzkapelle um eine relativ kleine Kapelle, deren Kuppel jedoch so gestaltet wurde, dass sie vom Licht durchflutet wird. Sie ist außerordentlich reich verziert, als seien ihre Wände aus Klöppelspitze. Auffällig ist unter den Bögen die Darstellung des Todes des Gerechten, in der die Heilige Jungfrau einem Sterbenden das Kind zeigt.

Die Figurengruppen, die im Allgemeinen das größte Aufsehen erregen sind verschiedene Darstellungen der Versuchungen. Die erste zeigt eine Frau, die von einem teuflischen Monster einen Beutel Geld angeboten bekommt, die zweite ein Mann, der von einem anderen Teufel mit einer - damals von den Anarchisten für ihre Anschläge verwendete - Orsini-Bombe in Versuchung geführt wird. Aber beide widerstehen der Versuchung, indem sie sich dem Schutz der Heiligen Jungfrau anvertrauen.

Die Krypta und der Kreuzgang der Sagrada Família

Krypta im neugotischen Stil

Das griechische Wort "Krypta" bedeutet "Versteck" und ist auf die ersten christlichen Gräber zurückzuführen, die aufgrund der Christenverfolgung unter Häusern und in Katakomben verborgen wurden.

Die 1891 fertiggestellte Krypta der Sagrada Familia befindet sich zwischen den Portalen der Geburt und dem Leidensweg Christi. Gaudí hätte es bevorzugt, die der Geburt Christi gewidmete Fassade, so wie es die Tradition verlangt, zum Sonnenaufgang und die des Leidensweg und des Todes Christi zum Sonnenuntergang hin auszurichten. Da der Bau der Krypta aber bereits begonnen hatte, war dies nicht mehr möglich. Gaudí erhöhte aber das Gewölbe und umgab sie mit einem Graben, sodass Licht und Luft direkt hineinströmen konnten. Sie können so bei einem Besuch in die Krypta hineinschauen, auch wenn diese geschlossen sein sollte.

Wie in den meisten Kirchenbauten des 19. Jahrhunderts wurde die Krypta im Neugotischen Stil gebaut. Sie besteht aus einem von sieben Einzelkapellen umgebenen Rundbau - die mittlere ist Sankt Josef gewidmet. Ihr gegenüber liegen fünf weitere, geradlinig angeordnete Kapellen. In der mittleren dieser Kapellen befindet sich der Altar, an dem die Messe gelesen wird. Links der mittleren Kapelle befinden sich die Kapelle der Heiligen Jungfrau von Montserrat, der Schutzpatronin Kataloniens, sowie die Kapelle des Heiligen Christus, zu dessen Füßen José María Bocabella begraben liegt. Zu ihrer Rechten befinden sich die Kapelle des Heiligen Sakraments und die der Heiligen Jungfrau vom Karmel, zu deren Füßen Gaudí begraben liegt.

Ungewöhnlicher Kreuzgang

Normalerweise liegt dieser in einem Kirchenbau oder in einem Kloster innen, umrandet von Kapellen und Wirtschaftsräumen. Der Kreuzgang der Sagrada Família ist jedoch ungewöhnlich: er befindet sich außen an den vier Fassaden und umschließt die Taufkapelle, Sakristeien und andere Kapellen und Nebengebäuden.

Der Kreuzgang dient, wie es Gaudí selbst formulierte, zur inneren Sammlung und zum Beten, während man ihn durchwandelt oder für Prozessionen, wenn diese bei Regenwetter nicht im Freien stattfinden können. Vor allem vermeidet er so, dass der Straßenlärm nach innen dringt.

Die vier Seiten des Rechtecks entsprechen je einer Fassade. Deren Portale unterbrechen die Kontinuität des Kreuzgangs jedoch nur zum Teil, da der Durchgang möglich bleibt. Es handelt sich um die der Geburt bzw. dem Leidensweg Christi gewidmeten Portale, die sich zu beiden Seiten der Kirche an den Enden des Querschiffs befinden, und um das Portal der Seligkeit vor dem großen Hauptschiff. Auf der entgegenliegenden Seite des Kreuzgangs befindet sich das eher zurückhaltend dimensionierte Portal der Himmelfahrt mit den Seiteneingängen zur Krypta.

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Das Wichtigste im Überblick

Umgebung
Hotels in der Nähe finden

Adresse
Mallorca, 401

Anreise
Metro: Sagrada Familia (L2, L5)
Bus Turístic: Sagrada Familia
Parken in der Nähe

Öffnungszeiten
Spätestens ab 01. Januar 2021 können Touristen die Sagrada Familia wieder von Innen besichtigen. Bis dahin ist der Besuch nur für Einwohner Barcelonas möglich.
Führungen an den Fassaden sind aber möglich.
November-Februar: 9:00-18:00 Uhr
März: 9:00-19:00 Uhr
April-September: 9:00-20:00 Uhr
Oktober: 9:00-19:00 Uhr
Am 25.12./26.12./1.1. und 6.1. 9:00-14:00 Uhr. Es bestehen längere Wartezeiten an der Kasse.
Ticketverkauf bis 30 Min. vor der Schließzeit.

Hinweise zum Besuch der Sagrada Familia

Wir empfehlen, Tickets und Führungen im Voraus zu buchen, da die Wartezeiten an der Tageskasse sehr lang sind (ca. 1 bis 2 Stunden). Die Kirche steckt voller Details, in der viele Botschaften und biblische Geschichten versteckt sind. Planen Sie für eine Führung und Besichtigung ruhig 2-3 Stunden Zeit ein.

Ein schöner Einstieg ist auch unsere spannende deutschsprachige Fassadenführung (Buchung siehe oben).

Was ist beim Betreten der Kirche zu beachten?

Wir empfehlen das Tragen von angemessener Bekleidung. Schultern und Beine sollten bedeckt sein (z. B. der Rock oder die Hose sollte länger sein, als die Hälfte des Oberschenkels) Übermäßige ausgeschnittene Kleider z. B. Rückenfrei oder Bauchfrei ist zum Beispiel nicht angemessen. Selbstverständlich sollten Sie die Kirche nicht mit Badekleidung betreten wollen. Kopfbedeckungen wie Hüte oder Mützen sind nicht erlaubt. Ausnahmen sind religiöse oder gesundheitliche Gründe. Die Kirche darf nicht barfuß betreten werden. Der Eingang ist nicht mit Kleidungsstücken gestattet, die an "Feiern" erinnern oder mit Ornamenten, die die Aufmerksamkeit für künstlerische, religiöse, Werbezwecke oder andere Zwecke ablenken oder auf sich ziehen.