2. Jh. v. bis 3 Jh. n. Chr.
Römische Herrschaft. Im 1. Jahrhundert v. Chr. entsteht die unter Kaiser Augustus die Colonia Iulia Augusta Paterna Faventia Barcino, das heutige Barcelona.
Ausgrabungen von Barcino sind heute im Museu d'Història de la Cuitat zu besichtigen.
5. Jh.
Einwanderung der Westgoten. Barcelona wird Hauptstadt des Westgotischen Reichs.
8. Jh.
Die Mauren erobern Katalonien. Der in die heutige Zeit hineinreichende Einfluss ist jedoch nicht so groß wie im südlichen Spanien.
801
Barcelona wird von den Franken besetzt. Kaiser Karl der Große macht Barcelona zur Hauptstadt der Spanischen Mark, die zur Verteidigung des Frankenreichs gegen das von den Arabern besetzt restliche Spanien dient.
988
Die Grafschaft Barcelona wird von Borell II. autonom erklärt. Damit beginnt die Unabhängigkeit vom Frankenreich.
1137
Durch die Heirat des katalanischen Grafen Berenguer IV. von Barcelona mit der Thronerbin von Aragon, Petronilla, entsteht die katalanisch-aragonesische Föderation. Diese dehnt ihren Machtbereich bis Neapel und Sardinien aus.
1213-1276
Regentschaft von Jaume I.. Erfolgreiche wirtschaftliche Expansion Barcelonas. Rückeroberung der Balearischen Inseln, Valencia, Menorca und Mallorca von den Mauren.
1347
Beginn der Bauarbeiten der Kathedrale. Diese dauern über 400 Jahre.
1469
Fernando II. von Aragón und Isabella von Kasilien heiraten. Die Vereinigung der christlichen Reiche führt 1492 zur Rückeroberung von Grenada, der letzten maurischen Bastion auf der iberischen Halbinsel. Der Einfluss Barcelonas schwindet jedoch.
1640-1659 Schnitter-Revolte (Guerra dels Segadors)
Anlass der Revolte der Bauern und Erntearbeiter (Schnitter) war die Ermordung des Vizekönigs am Fronleichnamstag am 7. Juni 1640. Ursache waren die drückenden Feudallasten, die die kastillische König Felipe IV. den Katalanen auferlegte. Die Katalanen hatten das spanische Heer zur versorgen, welches während der spanisch-französischen Auseinandersetzungen des Dreißigjährigen Krieges in Katalonien lagerte. Der Konfligt gegen den spanischen König dauerte über das Ende des Dreißigjährigen Krieges hinaus an. Das Lied Dels Segadors beschreibt diesen Aufstand und ist seitdem katalanische Nationalhmymne, heute in einer etwas kürzeren Fassung.
Zu Beginn der Revolte wurde das Castell de Montjuïc errichtet. Am 26. Januar wurden die kastillischen Belagerer in der Schlacht von Montjuïc geschlagen.
Die katalanische Generalversammlung wählte daraufhin Ludwig XIII. von Frankreich zum Grafen von Barcelona und damit zum Herrscher über ganz Katalonien. Im Pyrenäenfrieden 1652 verzichtet Frankreich auf ganz Katalonien, Roussillion im heutigen Südfrankreich fiel aber zu Frankreich. Dies bedeutete die bis heute andauernde Teilung Kataloniens.
1701-1714
Spanischer Erbfolgekrieg. Die Katalanen unterstützen die Habsburger. Am 11. September 1714 kommt es zur Kapitulation. In Folge dessen verliert Katalonien die Selbstverwaltung und viele Sonderrechte. Der Tag der Kapitulation ist heute Nationalfeiertag.
1808-1814
Große Teile der Stadt werden von Napoleons Truppen im Spanischen Unabhängigkeitskrieg zerstört.
Mitte 19. Jh.
So. genannte Renaixença (Erneuerung). Das Nationalbewusstsein der Katalanen lebt auf. Barcelona ist bedeutendste Industriestadt Spaniens.
1878-1920
Epoche des Modernisme, einer der bedeutensten Perioden in der Kunst-und Architekturgeschichte in Katalonien. Viele Sehenswürdigkeiten aus dieser Zeit sind heute in Barcelona zu besichtigen.
1888
Die erste Weltausstellung in Barcelona findet auf dem Boden der ehemaligen Zitadelle statt.
1914
Eine Katalanische Provinzregierung wird ausgerufen, welche durch die Militärdiktatur 1925 wieder abgeschafft wird.
1929
Die zweite Weltausstellung, die in Barcelona stattfindet, wird auf am Montjuïc eröffnet.
1932
Katalonien wird der Autonomiestatus eingeräumt. Der von 1936 bis 1939 dauernde Spanische Bürgerkrieg macht der Autonomie ein Ende.
1940
Der Präsident der Generalitat, Lluís Companys, wird am 15. Oktober 1940 durch Franco hingerichtet. Die katalanische Lebensweise und Sprache wird fortan brutal unterdrückt.
1975
Tod Francos. Katalanisch wird Amtssprache.
1977
Am 11. September 1977, dem Jahrestag der Niederlage im Erbfolgekrieg 1714 und dem damit verbundenen Verlust der Selbständigkeit fand in Barcleona die größte Demonstration statt, die Europa bis dahin je erlebt hat. Seit 1939 war es unter Franco verboten, die so genannte Diada zu feiern. Ohne großartig organisierten Aufrufe strömten 1,5 Millionen Menschen auf dem Passeig de Gràcia und demonstrierten friedlich und in Abwesenheit jeglicher Polizei für den Autonomiestatus und gegen eine zentralistische Regierung, die noch für Verfolgung und Unterdrückung verantwortlich gemacht wurde.
1979
Katalonien wird zu einer autonomen Region.
1986
tritt Spanien der EU bei. Mit der Bekanntgabe Barcelonas als Spielstätte der Olympischen Sommerspiele 1992 setzt eine rege Bautätigkeit ein.
1992
Im Jahr des 500. Jubiläums der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus finden in Barcelona die XXV. Olympischen Sommerspiele statt. Dies hat der Stadtentwicklung einen positiven und sichtbaren Impuls gegeben.
2004
Barcelona wird von der Stadtverwaltung zur stierkampffreien Zone erklärt. Jedoch ohne rechtliche Konsequenzen: jeden Sonntag um 19 Uhr findet in der Stierkampfarena dieses grausige Spektakel statt.
28.07.2010
Die Corrida, der traditionelle spanische Stierkampf, wird in Katalonien verboten, die einzige Stierkampfarena in Barcelona geschlossen. Ab 2012 dürfen in Katalonien keine Stierkämpfe mehr stattfinden. Das katalanische Parlament hat mit großer Mehrheit einem Verbot des von vielen als grausam empfundenen Spektakels zugestimmt. Gegner des Verbots sehen darin eine Revanche gegenüber dem obersten spanischen Gerichts, das in einem Urteil einige Autonomierechte für ungültig erklärte.

Im stadtgeschichtlichen Museu d'Història de la Ciutat sehen Sie die Ausgrabung von Barcino, einer der größten Ausgrabungen römischer Siedlungen in Europa.
Els Segadors, seit 1640 die katalanische Nationalhymne. Gespielt anlässlich des katalanischen Nationalfeiertages.

Das Castell dels Tres Dragon, welches heute im Parc de la Ciutadella das Zoologische Museum beherbergt, ist das erste Gebäude des Modernisme. Der Modernisme prägt wie kaum keine andere Epoche das Stadtbild von

Die Olympischen Spiele 1992 in Barcelona brachten einen gewaltigen Schub in der Stadtentwicklung mit sich. Hier das Maskottchen Cobi.

2004 wird Barcelona zur stierkampffreien Zone erklärt. Jedoch ohne rechtliche Verbindlichkeit. In den Sommermonaten werden noch Stierkämpfe veranstaltet.