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Die Basilika Sagrada Familia

Das Lebenswerk von Antoni Gaudí ist die bedeutendste Sehenswürdigkeit Barcelonas

Buchen Sie hier Führungen mit Eintritt in die Sagrada Familia und Sie erfahren jede Menge Wissenswertes über die Sagrada Familia.

Die Basilika Sagrada Familia ist das berühmteste Wahrzeichen von Barcelona und eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Kirche ist in ihren Ausmaßen riesig, weswegen sie oft als "Kathedrale" bezeichnet wird, ohne jedoch einen Bischofssitz zu haben.


Buchen der deutschsprachigen Führung mit Eintritt

Wir empfehlen, den Eintritt zusammen mit einer Sagrada Familia-Führung zu buchen. In der etwa einstündigen deutschsprachigen Führung erfahren Sie viel Wissenswertes und Spannendes über dieses impossante Bauwerk. Auch eine Besichtigung der Türme können Sie gleich dazu buchen.


Leistungen Sagrada Familia-Fassadenführung

  • Ca. 60-minütige Außenführung
  • Deutschsprachiger Städteführer
  • Tickets für einen Eintritt (auf Wunsch)
  • Besichtigung der Türme (auf Wunsch)
  • Eintritt ohne Schlange stehen
  • Mit den Tickets können Sie beliebig lange in der Sagrada Familia bleiben

Beginn der Bauarbeiten an der Sagrada Familia

Mitte des 19. Jahrhunderts plante José María Bocabella, Vorsitzender der Heiligen Bruderschaft, eine Kirche in Barcelona zu bauen und diese der Heiligen Familie "Sagrada Familia" zu widmen. Als Grundstück wählte er eine Parzelle noch innerhalb des Straßenrasters im damaligen "Poblet" (Dörfchen), im heuten Stadtbezirk Eixample.

Ein Grundstück näher zur Stadtmitte hin war aufgrund der damals schon hohen Grundstückspreise nicht möglich.

Die Planung des Gotteshauses hatte zunächst der Bistumsarchitekt Francisco del Villar. Dieser Entwarf eine Kirche im gotischen Stil und die Arbeiten an der Kirche begannen 1882 mit dem Bau der Krypta. Wegen grundlegender Meinungsverschiedenheiten mit Bocabella musste er jedoch seinen Auftrag niederlegen. Wenige Monate später im Jahr 1883 nahm der junge Architekt Antoni Gaudí seine Stelle ein, der darin sein Lebenswerk fand und bis zu seinem Tode am 10. Juni 1926 an der Sagrada Familia arbeitete.

Unter Gaudí gewann die Kirche wegen ihrer ausladenden Dimension und ihrer üppigen Ausgestaltung eine solche Bedeutung, dass sie bald "die Kathedrale" genannt wurde. Auch Gaudí selbst nannte sie so, obwohl sie keinen Bischhofssitz beherbergte. Er war davon überzeugt, dass die Stadt eines Tages für "seine" Kirche bekannt sein würde.

Baufortschritt der Sagrada Familia bis zur Fertigstellung 2026

Antoni Gaudí hat die Sagrada Familia maßgeblich geprägt: alle Architekten, die nach Gaudí an der Basilika Sagrada Familia weiter arbeiteten, orientierten sich an Plänen, Modellen und Aufzeichnungen des Meisters. Für viele neuere Teile waren die Vorlagen Gaudís kaum erhalten und man war oft auf Vermutungen angewiesen, wie es der große Baumeister ursprünglich wohl vorgesehen hatte. Dies bot aber Antoni Gaudís Nachfolgern die Möglichkeit, ihren eigenen Stil in der Sagrada Familia zu verwirklichen.

Sicher sind sich aber alle: die Kirche Sagrada Familie wird nach ihrer Fertigstellung alle bisher von der Christenheit errichteten Kirchen an Großartigkeit übertreffen.

Als Kirche darf die Sagrada Familia darüber hinaus nicht nur vom künstlerischen Standpunkt aus betrachtet werden. Beim Besuch sollte man auch die tiefe Religiosität, die sich in der Symbolik fast jeden einzelnen Steins des Bauwerkes mit seinen Fassaden und Türmen widerspiegelt, mit einbeziehen.

Am 7.11.2010 wurde die Sagrada Familia von Papst Benedikt XVI. geweiht und damit zur Basilika erhoben.

Die Fassaden der Sagrada Familia

So unterschiedlich die Fassaden der Sagrada Familia auch sind, eines haben sie gemeinsam. Sie stecken voller Symbolik.


Die Fassade der Geburt Christi (Weihnachtsfassade)

Die Fasade der Geburt Christi wurde als erste fertig gestellt. Sie besteht aus drei großen Portalen - einem großen Mitteltor und zwei kleineren Seitentoren - und vier Glockentürmen. Durch die einheit mit den sehr originellen Türmen bricht diese Einheit mit dem gotischen Stil, wie er noch in der Krypta zu finden ist.

Die drei Vorbauten sind den wichtigsten Dogmen des Katholizismus sowie dem Ursprung, der Kindheit und der Jugend Jesu, gewidmet.

Die Dreierfassade bildet eine einheitliche Landschaft, in der die menschlichen Figuren besonders auffallen. Sie ist eine Allegorie auf das Wunder der entstehenden, sich ständig wandelnden Natur, der Erschafferin jeglicher Form von Existenz.

Zwischen den drei Toren können wir zwei hohe und besonders reichhaltig ausgearbeitet Säulen erkennen, die, von Palmen gekrönt werden und auf zwei großen Schildkröten aus Stein ruhen. Die Schildkröten sind Symbole der Unveränderlichkeit und garantieren - in der traditionellen chinesischen Kultur, die zu Ende des 19. Jahrhunderts in der westlichen Welt sehr bekannt war - die Beständigkeit des Kosmos. Dagegen stellen die beiden Chamäleons auf beiden Seiten der Großen Fassade sicherlich den ständigen Wandel der Natur dar.

Bauliche und architektonische Elemente bilden die Grundlage der Fassade der Geburt. Es fallen aber vor allem die vielen Verzierungen und große Zahl an Skulpturen auf.

Fassadenführung buchen

Während unserer einstündigen deutschsprachigen Führung zeigen wir Ihnen viele Details und erläutern Ihnen kurzweilig die Symbolik der Fassaden.

Das linke Portal trägt den Namen "Portal der Hoffnung", das mittlere nennt sich "Portal der Barmherzigkeit" und das rechte das "Portal des Glaubens". Zwischen den Portalen befinden oberhalb der Säulen Trompetenengel, die das Ende der Welt verkünden. Über den Portalen, kaum erkennbar, spannt sich der astrologische Tierkreis aus den Sternzeichen, deren Darstellung als heidnische Darstellung, dass das Schicksal in den Sternen liegt, eigentlich nicht erlaubt war.

Die drei Portale der Fassade der Geburt Christi

Um das links vom Hauptportal liegende Portal der Hoffnung zeigt Gaudí Szenen, die nicht Gründe zur Hoffnung geben. Sie zeigen z.B. den Mord an Kindern durch Herodes, die Flucht nach Ägypten, ein Kind, das eine tote Taube in der Hand trägt.
Der Bogen über dem Tor stellt eine Zweimannsäge dar, abgebildet sind Werkzeuge, die mit Berufen aus dem Bauwesen in Verbindung stehen. Das Portal wird von einem Felsen gekrönt, der den Berg Montserrat darstellt.

Das mittlere und größte Portal wird Portal der Barmherzigkeit genannt. Das Portal ist durch eine Säule zweigeteilt. Um diese schlängelt sich eine Schlange mit dem Apfel der Sünde im Maul. Darüber befindet sich die Grippenszene, Josef und Maria beten das Christkind an. Gaudí verwendete bei den Gesichtern der Figuren Gesichtsabdrücke der Arbeiter, die an der Sagrada Familia arbeiten, sowie Totenmasken Verstorbener. In einer höheren Ebene über dem Portal wird gezeigt, wie Jesus Maria krönt, was die Marienverehrung im Katalanischen eindrucksvoll demonstriert.

Das rechte Portal des Glaubens zeigt einige Szenen aus den Evangelien. Oberhalb des Tores befindet sich eine grausame Darstellung des Herzens Jesu, gespickt mit Dornen. Darüber sind mehrere Figurengruppen. Sie zeigen den Besuch Marias bei ihrer Cousine, Josef und Maria bei Anbetung von Jesus. Auf den oberen Ebenen werden Hauptinhalte des Katholizismus dargestellt: die Dreifaltigkeit, das Dogma der unbefleckten Empfängnis, die Eucharistie und die Weisheit Gottes, auffällig dargestellt mit der Hand mit einem Auge.

Der Baum des Lebens

Oben auf der Fassade der Geburt werden die drei Portale durch die Fiale in Form einer Zypresse gekrönt. Am Baum des Lebens führt eine Brücke zwischen den beiden Türmen. Von hier hat man einen atemberaubenden Blick auf Barcelona.

Die Fassade des Leidensweges

"Wenn ich den Bau mit dieser Fassade begonnen hätte, hätte man sich von diesem Werk distanziert". Diese Erklärung gab Gaudí dafür, die Sagrada Familia nicht mit dem Portal des Leidenswegs begonnen zu haben. Ein Beweis dafür, welch dramatischen Eindruck er damit erwecken wollte.

Gaudí gestaltete das Portal während einer schweren Krankheit im Jahre 1911. Es werden die letzten Lebenswochen Jesu erzählt. Die Figuren erinnern an den Expressionismus, einer von Gaudí bevorzugten Kunstrichtung. Die Säulen des Vordachs erinnern an Knochen. Die Fassade und das Portal wurden nicht zu Lebzeiten Gaudís fertig gestellt.

Im Jahr 1988 wurde der Bildhauer Josep Maria Subirachs mit der Schaffung der Skulpturen beauftragt. Er arbeitete an Hand von noch erhaltenen Zeichnungen Gaudís. Dieser begann mit der Ausführung im Jahre 1989. Auf einer Szenerie mit drei Bildebenen zeigt der Bildhauer die Geschichte des Leidenswegs vom Letzten Abendmahl bis hin zum Tode Jesu. Subirachs, dessen Stil geprägt von markanten Kanten ist, hat eine Reihenfolge der Darstellungen in Form eines umgedrehten S festgelegt.
Die Figuren sind kantig und auch Rätsel gibt Subirach den Betrachter auf, so. z.B.  das magische Quadrat, dessen Quersumme immer 33 - das Alter Jesu bei seinem Tod - ergibt. Auch andere Interpretationen sind möglich.

Die Fassade der Seligkeit

Die Fassade der Seligkeit wird nun die größte und prächtigste Fassade Sagrada Familia. Die vier Türme werden noch höher als die der beiden anderen Fassaden. Diese Fassade ist noch nicht fertig gestellt.

Gaudí wollte auf der Fassade der Seligkeit die letzten vier Ereignisse eines Menschen zeigen: den Tod, das Jüngste Gericht, die Hölle und die Seligkeit.
Sieben Eingänge sollen auf dieser Seite in die Kirche hineinführen.

Der Innenraum der Sagrada Familia

Die Fertigstellung des Innenraums und die Weihe waren ein großartige Momente für Barcelona. Nun endlich kann die bahnbrechende Gestaltung des genialen Antoni Gaudí nicht nur von außen bewundert werden - und dies ganz ohne Baugerüste und Maschinenlärm ...


Das Kirchengebäude der Sagrada Familia orientiert sich am klassischen Bau einer fünfschiffigen Basilika. Das mittlere Schiff überragt die anderen deutlich, jedem der fünf ist ein Tor der noch nicht fertiggestellten Glorienfassade zugeordnet. Außerdem existieren zwei Seitenportale, die zu der Buß- und Taufkapelle führen. Hinter dem Mittelschiff, innerhalb der Apsis, befindet sich im Lichte der vielen Fenster, der Altar.

Ebenso wie die Fassadensich durch eine vielschichtige Symbolik auszeichnen, ist auch der Grundriss der Kirche voller Sinnbilder. Jede Tür, jede Säule und fast jede Fläche trägt eine eigene konkrete oder symbolische Bedeutung. Diese Andeutungen und Gleichnisse nehmen Bezug auf die einzelnen katalanischen und wichtigen spanischen Diözesen, auf jede Kirche Lateinamerikas und auf jeden der fünf Kontinente. Auch auf die Apostel, die großen Ordensgründer und besonders verehrte Heilige wird immer wieder verwiesen, auf die theologischen Tugenden, auf die Sakramente und vieles mehr.

Das Gewölbe- und Säulensystem im Inneren der Basilika

Die ersten Entwürfe der Kirchenschiffe entsprachen in ihren Grundzügen der Gotik, jedoch ohne die im Mittelalter zusätzliche verwendeten Strebepfeiler und -mauern. Bei diesen ursprünglichen Skizzen waren die Mauern weiterhin tragende Elemente, jede einzelne Säule unverzichtbar für die Statik des Hauses. Gaudís Forschungen der Statik waren bahnbrechend: der Architekt knotete Seile so zusammen, dass die entstandene Seilkonstruktion der geplanten Konstruktion mit Säulen und Mauern entsprach. Er drehte die Konstruktion auf den Kopf und hängte an den Druckpunkten kleine Gewichte. So konnte er die Druckverläufe in den Säulen simulieren. Das Seilgerüst fotografierte er und drehte das Foto wiederum um. Nun konnte er Druck- und Spannungsverläufe auch ohne statische Berechnungen gut erkennen.

Ein Ergebnis seiner Forschung ist die baumartige Säulenstruktur: Gaudís Säulen sind geneigt und wie Bäume verzweigt. Das Gewicht wird direkt über die Säulen in den Boden geleitet – das Ganze ohne tragende Fassade oder äußere Strebebögen. Das Ergebnis dieser genialen Lösung ist spektakulär: Die Säulen und das durch sie getragene Gewölbe verwandeln das Innere des Tempels in einen steinernen Palmwald, extrem viel Licht strömt durch die großen Fenster und durch das Gewölbe hinein.

Der Architekt Antoni Gaudí

Barcelonas bekanntester Architekt des Modernisme, der katalanischen Veriante des Jugendstils, arbeitete bis zu seinem Tod an der Sagrada Familia.

Antoni Gaudí

Die geraden und teilweise geneigten Säulen sind mit Rillen verziert. So entsteht der Eindruck, dass sich das Material, aus dem die Säulen bestehen, gestreckt hat. Oben verzweigen sich die Säulen, damit jede von Ihnen mehrere Punkte der Decke stützen kann. Alle Abschnitte des Daches werden von solchen verzweigten Säulen getragen.

Schließlich bestehen die Säulen aus Materialien unterschiedlicher Härte. Die längsten und dicksten Säulen sind aus rötlichem Porphyr, einem sehr harten, vulkanischen Gestein. Die dunklen, etwas kleineren Säulen bestehen aus Basalt, die helleren Tragsäulen aus Granit und die äußerste Säulenreihe im Kirchengebäude aus einem relativ weichen Gestein vom Hausberg Barcelonas, dem Montjuïc. Die "kleinsten" Säulen tragen den Chor.

Im Inneren der Sagrada Familia konzentriert sich die Essenz der Architektur Gaudís: Für das Gewölbe- und Säulensystem gibt es kein Vorbild in der Architektur. Nur in der von Gaudí genauestens studierten Natur.

Die fünf Kirchenschiffe

Der Grundriss der Kirche hat die Form eines Lateinischen Kreuzes – mit enormen Abmessungen. Die Sagrada Familia wird weltweit einer der größten Kirchenbauten sein: Vom Eingang bis zur Apsis sind es 90 Meter, die fünf Schiffe werden von einer 60 Meter langen und 45 Meter breiten Vierung begrenzt. Die vier Seitenschiffe sind jeweils 7,50 Meter, das Hauptschiff mit 15 Metern genau doppelt so breit. Das Gewölbe ist dabei 45 Meter hoch, während jene der Seitenschiffe 30 Meter in die Lüfte wachsen.

Begonnen wurde mit den Bauarbeiten der Schiffe 1987 nach Modellen, die Antoni Gaudí angefertigt hatte und die nicht im Spanischen Bürgerkrieg zerstört wurden.

In den äußersten Kirchenschiffen befinden sich die Chöre jeweils auf einer Empore. Diese bieten Platz für über 1500 Sänger.

Die Apsis der Sagrada Familia

Als Apsis wird in der Architektur ein von einer Halbkuppel überdachter Raum bezeichnet. In einer Kirche ist es meist der Bereich, in der der Altar steht.


Direkt nach der Fertigstellung der Krypta ließ Gaudí darüber die Apsis errichten. Im gotischen Stil gehalten, wird sie umrahmt von sieben Kapellen und zwei Seitentreppen zur linken und rechten Seite. Diese setzen die von der Krypta nach oben führenden Wendetreppen bis in die Fassaden hinein fort. Als Hinweis auf die Wendeltreppen sieht man an den Außenmauern der Apsis zwei große Steinschnecken die Wand herunter kriechen. Die Mauern im Inneren der Apsis sind mit Engelsköpfen und Tränen verziert, die an das Leiden Jesu erinnern sollen.

Die 1893 fertiggestellte Apsis krönt eine gewaltige, der Maria gewidmete Kuppel, die von mächtigen Säulen getragen wird. Auf diese Weise eine der Marienverehrung gewidmete Einheit zwischen Krypta, Apsis und Kuppel herzustellen. Der Höhepunkt des Marienkults innerhalb des Christentums war im 19. Jahrhundert, wobei Gaudí die Heilige Jungfrau besonders lobpreiste.
Die komplette Apsis und die Kuppel sind lichtdurchflutet – heller als es schon für die Architektur der Gotik charakteristisch ist. Ebenfalls der Himmelfahrt Mariä gewidmet ist eine Außentür des Kreuzgangs der Sagrada Familia. Nicht ohne Stolz und gewiss auch zu Recht betrachtete Gaudí seinen Baustil als Perfektionierung der Gotik.

In der Mitte befindet sich erhaben der Altar, darüber das Lateinische Kreuz mit einem Baldachin, der mit den Ranken und Trauben eines Weinstockes verziert ist – einziges Zugeständnis Gaudís an die klassische Kirchengestaltung. Hinter dem Altar ragen die Orgelpfeifen auf, die zwar mächtige Dimensionen haben, aber dennoch sehr zierlich wirken.

Die 1993 fertig gestellte Apsis zeigt an ihren Mauern, Kirchenfenstern und Spitztürmen den großen Einfallsreichtum Gaudís. Das Innere ist mit Engelsköpfen und in Gruppen angeordneten Tränen verziert, die an das Leiden Christi erinnern. Frösche, Drachen, Eidechsen, Schlangen und Salamander haften an der Außenwand der Kirche, "ohne sie jedoch betreten zu können", da sie diabolische Kräfte versinnbildlichen. Sie erfüllen aber dabei den sinnvollen Zweck, bei Regen das Regenwasser nach außen zu leiten. Die Zinnen auf den Mauern stellen Gräser dar.

Die Türme der Sagrada Familia

Am 30. November 1925 wurde der Sankt-Barnabas-Turm fertiggestellt, der erste Turm links auf der Seite der Fassade der Geburt. Er war der einzige Turm, dessen Fertigstellung Gaudí noch erlebte.


Die Türme sind von innen genauso beeindruckend wie von außen. Zu ihrer Besteigung kann man die Treppen oder einen Aufzug benutzen. Im unteren Teil der Türme führt eine Wendeltreppe nach oben. Sie haben fast keine Geländer, da sie sehr steil sind. Das Treppenauge ist sehr klein.

Wenn man oben auf dem vierten Teil des Turmes angelangt ist, kann man von einem Turm zum anderen wechseln, wodurch eine Art Labyrinth in der Höhe entsteht.

Im oberen Teil sollen einmal die Glocken aufgehängt werden. Im Inneren verlaufen mehrere übereinander liegende Galerien, von denen aus ein Teil der Gläubigen die Messe verfolgen wird.

In den folgenden Jahren nach Gaudís Tod vollendete sein Nachfolger, der Architekt Sugrañes, die anderen drei Türme. Später wurde mit dem Bau der fast identischen vier Türme der Fassade des Leidenswegs begonnen, deren Fertigestellung im Jahre 1977 erfolgte. Bis die Türme der Fassade der Seligkeit errichtet sind, werden noch viele Jahre vergehen, denn sie sind um einiges höher als die bisher vollendeten.

Die Kirchtürme sind den zwölf Aposteln gewidmet, besonders die vier ältesten, von denen die äußeren 94 Meter und die inneren 107 Meter hoch sind. Sie tragen die Namen und die entsprechenden, auf einem Sockel sitzenden Figuren der Apostel.

Die Rosenkranzkapelle, die Krypta, die Apsis und der Kreuzgang sind die Bereiche im Inneren der Sagrada Familia, die am meisten voller Symbole stecken.

Die Rosenkranzkapelle

Von den beiden Kapellen, die an den Ecken des Kreuzgangs geplant sind, wurde von Gaudí nur die "Unserer Heiligen Jungfrau vom Rosenkranz" fertiggestellt. Es handelt sich bei der Rosenkranzkapelle um eine relativ kleine Kapelle, deren Kuppel jedoch so gestaltet wurde, dass sie vom Licht durchflutet wird. Sie ist außerordentlich reich verziert, als seien ihre Wände aus Klöppelspitze. Auffällig ist unter den Bögen die Darstellung des Todes des Gerechten, in der die Heilige Jungfrau einem Sterbenden das Kind zeigt.

Die Figurengruppen, die im Allgemeinen das größte Aufsehen erregen, sind verschiedene Darstellungen der Versuchungen. Die erste zeigt eine Frau, die von einem teuflischen Monster ein Beutel Geld angeboten bekommt, die zweite ein Mann, der von einem anderen Teufel mit einer, damals von den Anarchisten für ihre Anschläge verwendete, Orsini-Bombe in Versuchung geführt wird. Aber beide widerstehen der Versuchung, indem sie sich dem Schutz der Heiligen Jungfrau anvertrauen.

Die Krypta

Die Krypta der Sagrada Familia befindet sich zwischen dem Portal der Geburt und dem Leidensweg Christi. Das griechische Wort "Krypta" bedeutet "Versteck" und ist auf die ersten christlichen Gräber zurückzuführen, die aufgrund der Christenverfolgung unter Häusern und in Katakomben verborgen wurden.

Der Architekt Gaudí hätte es bevorzugt, die der Geburt Christi gewidmete Fassade, so wie es die Tradition verlangt, zum Sonnenaufgang und die des Leidensweg und des Tods Christi zum Sonnenuntergang hin auszurichten. Da der Bau der Krypta aber bereits begonnen hatte, war dies nicht mehr möglich. Gaudí erhöhte aber das Gewölbe und umgab sie mit einem Graben, so dass Licht und Luft direkt hineinströmen konnten. Die Krypta der Sagrada Familia wurde im Jahre 1891 fertig gestellt.

Die Krypta ist wie die meisten Kirchenbauten des 19. Jahrhunderts im Neugotischen Stil gehalten. Sie besteht aus einem von sieben Einzelkapellen umgebenen Rundbau - die mittlere ist Sankt Josef gewidmet. Ihr gegenüber liegen fünf weitere, geradlinig angeordnete Kapellen. In der mittleren dieser Kapellen befindet sich der Altar, an dem die Messe gelesen wird. Links von der mittleren Kapelle befinden sich die Kapelle der Heiligen Jungfrau von Montserrat, der Schutzpatronin Kataloniens, sowie die Kapelle des Heiligen Christus, zu dessen Füßen José María Bocabella begraben liegt. Zu ihrer Rechten befinden sich die Kapelle des Heiligen Sakraments und der Heiligen Jungfrau vom Karmel zu deren Füßen Gaudí begraben liegt.

Der Kreuzgang der Sagrada Familia ist ungewöhnlich

Ungewöhnlich an dem Kirchengebäude ist der Kreuzgang der Sagrada Familie. Normalerweise liegt der Kreuzgang einer Kathedrale oder eines Klosters innen. Der Kreuzgang der Sagrada Familia befindet sich jedoch außen an den vier Fassaden und umschließt die verschiedenen Bauwerke, die die Sagrada Familia beinhaltet: Taufkapelle, Sakristeien und andere Kapellen und Nebengebäuden.

Der Kreuzgang dient, wie es Gaudí selbst formulierte, zur inneren Sammlung und zum Beten, während man ihn durchwandelt oder für Prozessionen, wenn diese bei Regenwetter nicht im Freien stattfinden können. Vor allem vermeidet er, dass der Straßenlärm nach innen dringt.

Die vier Seiten des Rechtecks entsprechen je einer Fassade, deren Portale unterbrechen die Kontinuität des Kreuzgangs jedoch nur zum Teil, da der Durchgang möglich bleibt. Es handelt sich um die der Geburt bzw. dem Leidensweg Christi gewidmeten Portale, die sich zu beiden Seiten der Kirche an den Enden des Querschiffs befinden, und um das Portal der Seligkeit vor dem großen Hauptschiff. Auf der entgegenliegenden Seite des Kreuzgangs befindet sich das eher zurückhaltend dimensionierte Portal der Himmelfahrt mit den Seiteneingängen zur Krypta.


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Erwachsene 30-64 Jahre Gewünschte Anzahl
Sagrada Familia deutschsprachige Fassadenführung ohne Eintritt, 14:00 Uhr (Erwachsene 30-64 Jahre) 22,90€
Sagrada Familia deutschsprachige Fassadenführung mit Eintritt, 14:00 Uhr (Erwachsene 30-64 Jahre) 38,90€
Sagrada Familia deutschsprachige Fassadenführung mit Eintritt und Audioguide für innen, 14:00 Uhr (Erwachsene 30-64 Jahre) 44,90€
Sagrada Familia deutschsprachige Fassadenführung mit Eintritt, Besichtigung der Türme und Audioguide für innen, 14:00 Uhr (Erwachsene 30-64 Jahre) 51,90€
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Sagrada Familia deutschsprachige Fassadenführung ohne Eintritt, 14:00 Uhr (Personen 11-29 Jahre) 19,90€
Sagrada Familia deutschsprachige Fassadenführung mit Eintritt, 14:00 Uhr (Personen 11-29 Jahre) 32,90€
Sagrada Familia deutschsprachige Fassadenführung mit Eintritt und Audioguide für innen, 14:00 Uhr (Personen 11-29 Jahre) 39,90€
Sagrada Familia deutschsprachige Fassadenführung mit Eintritt, Besichtigung der Türme und Audioguide für innen, 14:00 Uhr (Personen 11-29 Jahre) 46,90€
Zeige Preise für Kinder 0 bis 10 Jahre
Sagrada Familia deutschsprachige Fassadenführung ohne Eintritt, 14:00 Uhr (Kinder von 0 bis 10 Jahre) 3,00€
Sagrada Familia deutschsprachige Fassadenführung mit Eintritt, 14:00 Uhr (Kinder von 0 bis 10 Jahre) 3,00€
Sagrada Familia deutschsprachige Fassadenführung mit Eintritt, Besichtigung der Türme und Audioguide für innen, 14:00 Uhr (Kinder von 6 bis 10 Jahre) 3,00€
Zeige Preise für Senioren ab 65 Jahre
Sagrada Familia deutschsprachige Fassadenführung ohne Eintritt, 14:00 Uhr (Senioren ab 65 Jahre) 17,90€
Sagrada Familia deutschsprachige Fassadenführung mit Eintritt, 14:00 Uhr (Senioren ab 65 Jahre) 29,90€
Sagrada Familia deutschsprachige Fassadenführung mit Eintritt und Audioguide für innen, 14:00 Uhr (Senioren ab 65 Jahre) 35,90€
Sagrada Familia deutschsprachige Fassadenführung mit Eintritt, Besichtigung der Türme und Audioguide für innen, 14:00 Uhr (Senioren ab 65 Jahre) 40,90€
Zeige Preise für Behinderte (75% GdB) und Begleitpersonen
Sagrada Familia deutschsprachige Fassadenführung ohne Eintritt, 14:00 Uhr (Behinderte ab GdB 75% mit Nachweis) 14,90€
Sagrada Familia deutschsprachige Fassadenführung mit Eintritt, 14:00 Uhr (Behinderte ab GdB 75% mit Nachweis) 14,90€
Sagrada Familia deutschsprachige Fassadenführung mit Eintritt und Audioguide für innen, 14:00 Uhr (Behinderte ab GdB 75% mit Nachweis) 20,90€
Sagrada Familia deutschsprachige Fassadenführung mit Eintritt, 14:00 Uhr (Notwendige Begleitperson) (nur eine Begleitperson pro Behindertem) 0,00€
Sagrada Familia deutschsprachige Fassadenführung mit Eintritt und Audioguide für innen, 14:00 Uhr (Notwendige Begleitperson) (nur eine Begleitperson pro Behindertem) 7,00€


Das Wichtigste im Überblick

Adresse
Mallorca, 401
www.sagradafamilia.org

Anreise
Metro: Sagrada Familia (L2, L5)
Bus Turístic: Sagrada Familia

Öffnungszeiten
November-Februar: 9:00-18:00 Uhr
März: 9:00-19:00 Uhr
April-September: 9:00-20:00 Uhr
Oktober: 9:00-19:00 Uhr
Am 25.12./26.12./1.1. und 6.1. 9:00-14:00 Uhr. Es bestehen längere Wartezeiten an der Kasse.
Ticketverkauf bis 30 Min. vor der Schließzeit.

Eintrittspreise
Erwachsene 31-65 Jahre): 18,00 €
Kinder bis zu 10 Jahren: frei
Personen 11-30 Jahre: 13,00 €
Senioren ab 65 Jahre: 13,00 €
Behinderte (65%): Eintritt frei (inkl. 1 notwendige Begleitperson)
Audioguide: 7,00 €
Türme+Audioguide: 17,00 €
Mit Barcelona Card: 1 € Rabatt auf Ticket mit Audioguide
Führungen inkl. Eintritt: ab 38,90 €
Mit der Eintrittkarte können Sie neben dem Bau auch das Museum der Sagrada Familia und die Werkstatt von Gaudí anschauen.

Hinweise zum Besuch der Sagrada Familia

Wir empfehlen, Tickets und Führungen im Voraus zu buchen, da die Wartezeiten an der Tageskasse sehr lang sind (ca. 1 bis 2 Stunden). Die Kirche steckt voller Details, in der viele Botschaften und biblische Geschichten versteckt sind. Planen Sie für eine Führung und Besichtigung ruhig 2-3 Stunden Zeit ein.

Ein schöner Einstieg ist auch unsere spannende deutschsprachige Fassadenführung (Buchung siehe oben), auf Wunsch mit Ticket für den Eintritt und die Türme oder eine deutschprachige Führung im Inneren.

Sagrada Familia-Führungen in kleinen Gruppen bis maximal 15 Personen

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  • Wir sind spezialisiert auf deutschsprachige Touren
  • Sagrada Familia-Führungen nur in kleinen Gruppen bis maximal 15 Personen. Bei größeren Gruppen setzen wir mehrere Reiseleiter ein.
  • Wir verfügen über eigene, fest angestellte Stadtführer mit viel Erfahrung und Engagement
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Wann wird die Sagrada Familia fertiggestellt?

Die Fertigstellung der Sagrada Familia ist für 2026 geplant, dem 100. Todestages von Antoni Gaudí. Finanziert wird der Bau ausschließlich aus Spenden und Eintrittsgeldern. Derzeit sind 8 der 12 über 100 Meter hohen Glockentürme fertig gestellt. Die höheren Türme der Fassade der Herrlichkeit werden noch gebaut, ebenso das zentrale Kuppelgewölbe mit einer Höhe von über 170 Metern. Derzeit wird auch noch an Teilen des Kreuzgangs, des Kuppelgewölbes und der Apsis gebaut.

In 2017 haben die Bauarbeiten den den Türmen der Evangelisten und der Jungfrau Maria begonnen. Die Türme folgenden dem architektonischen Model der Sakristei, von dem noch ein Gipsmodell von Gaudí erhalten ist.

Turm der Jungfrau Maria

Dieser Turm befindet sich über der Apsis und umgibt den großen Hyperbolid, der den Altar umgibt und Licht in das Innere des Kirchenraumes bringt. Das Innere des Turms wird ein monumentaler leerer Raum sein.

 

Ende 2017 sind 5 Ebenen des Turms fertiggestellt, der Turm erreicht Ende des Jahres 2017 eine Höhe von 85 Metern. Den Baufortschritt können Sie von außen beobachten, da dieser ohne äußeres Baugerüst gefertigt wird. Blauer Granit erinnert an den Mantel der Jungfrau Maria. An der Basis des Turmssind neben dem Text des Ave Maria Reliefdarstellungen von Blumen angebracht, die mit Maria in Zusammenhang gebracht werden. Entworfen wurden diese unter der Aufsicht von Etsuro Sotoo.

Türme der Evangelisten und Turm von Jesus

Die Türme von Matthäus, Johannes, Markus und Lukas sind bereits etwa 85 Meter hoch. 2022 sollen Sie mit einer Höhe von 135 Metern fertig gestellt sein.

Der Tum von Jesus Christus wird mit 172,50 Metern der höchste Turm sein. Im Inneren wird in einem 60 Meter hohen Raum eine Wendeltreppe und ein verglaster Aufzug nach oben führen.


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