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Jardí Botànic - der Botanische Garten

Pflanzen der mediterranen Klimazonen der Erde

Im Jardí Botànic, dem Botanischen Garten von Barcelona, sehen Sie auf einer Fläche von 14 Hektar typische Vegetation von sechs Zonen mit mediterranem Klima und den Kanarischen Inseln. Es werden in der wunderschönen Parkanlage zwischen dem Castell de Montjuïc und dem olympischen Stadion typische Wälder und Buschlandschaften aus Südaustralien, Südafrika, Chile, Kalifornien, den Kanarischen Inseln und den drei Mittelmeerzonen präsentiert.

Der Botanische Garten ist mit seiner 14 Hektar großen Fläche einer der größten Grünanlagen in Barcelona. Von hier haben Sie einen wunderbaren Ausblick auf das Llobregat-Delta, das Stadtgebiet von Barcelona, den Güterhafen und auf die olympischen Sportstätten des Montjuïc.

Interessantes zum Besuch des Jardí Botànic

Der Botanische Garten zeigt einen repräsentativen Querschnitt der Flora der weltweiten Regionen mit mediterranem Klima. Das mediterrane Klima, oft auch Mittelmeerklima bezeichnet, ist durch einen trockenen und warmen Sommer gekennzeichnet. Niederschläge fallen überwiegend im Winter, weswegen es auch als Winterregenklima bezeichnet wird. Diese Klimazone ist aber nicht exklusiv dem Mittelmeerraum vorbehalten. Es kommt auch in weiteren Regionen vor, die auf ähnlicher geographischer Breite befinden wie der Mittelmeerraum.
Von der Vegetation her sind die Gebiete mit mediterranem Klima von Hartlaubgewächsen geprägt. Als klarer Indikator für das Mittelmeerklima steht der Olivenbaum, der in allen mediterranen Klimaregionen wächst.

Die Zielsetzung des erst 1999 eröffneten Parks ist u.a. auch die Erhaltung seltener Pflanzenarten. Rund 1.500 Pflanzenarten wachsen im Jardí Botànic. Aufgrund der kurzen Zeit, die der Park besteht, sind es noch überwiegend junge Pflanzen, die Sie hier sehen können. In einigen Bereichen sind noch keine Pflanzungen vorgenommen worden, um über die Dauer eine Mischung aus alten und jungen Pflanzen zu erhalten. Trotzdem ist die Anlage sehr schön und es gibt viel zu entdecken.

Gestaltet wurde der Park von einem interdisziplinärem Team um den Architekten Carles Ferrater. Im Institut für Botanik auf dem Areal des Gartens werden wechselnde Ausstellungen rund um die Botanik gezeigt.

Im Botanischen Garten präsentierte mediterrane Zonen

Das mediterrane Klima im südlichen Australien

Die mediterrane Zone Australiens ist die größte nach dem Mittelmeer. Die Zone besteht aus zwei Sektoren im südlichen und südwestlichen Australien. In dieser Klimazone sind etwa 8.000 Arten bekannt, 75% dieser Pflanzen sind in dieser Zone verbreitet und häufig zu finden, die restlichen 25% sind nur vereinzelt zu finden. Das Klima hier hat einen tropischen Einfluss mit Monsunregen.

Kühleres Mittelmeerklima an Chiles Küste

In Chile herrscht an einer schmalen Zone entlang der Küste ein mediterranes Klima vor. Aufgrund des Pazifiks ist es hier etwas kühler und an der Küste herrschen oft Nebelwetterlagen vor. Hier findet man 2.400 verschiedene Arten, von denen jedoch nur 23% auch verbreitet und nicht nur vereinzelt zu finden sind. Typisch sind hier Buschpflanzen, die wenig resistent gegen Feuer sind, da es in der chilenischen mediterranen Zone so gut wie keine natürlichen Brände vorkommen.

Das Klima mit den größten Gegensätzen in Kalifornien

Der etwa 100-200 Kilometer breite Küstenstreifen der kalifornischen Winterregenzone reicht von Cape Blanco in den USA bis Punta Baja in Mexiko. San Francisco liegt etwa im Zentrum dieser Zone. Hier sind 4.300 Arten bekannt, 25% davon sind auch in der Region verbreitet zu finden.
Das kalifornische Klima hat einen ausgeprägten mediterranen Charakter. Rund 85% der Niederschläge fallen im Winter, so dass es im Sommer ausgesprochen trocken ist. Die Pflanzen sind auf dieser sommerliche Trockenphase eingerichtet und können das Wasser lange speichern, z.B. die Yucca-Palme.

Ausgeglichene Niederschläge zwischen Sommer und Winter in Südafrika

Südafrika ist die kleinste Zone mit mediterranem Klima. Hier sind 8.500 Arten bekannt. Aufgrund vieler natürlicher Feuer sind hier auch eine hohe Zahl verbreitet, nämlich 85%.
Regenfälle sind hier vor allem im Winter zu verzeichnen, aber der Monsun sorgt dafür, dass auch im Sommer keine vollständige Trockenheit herrscht. Vor allem Sträucher und Büsche haben in Südafrika ihre Heimat.

Region, die dem Klima seinen Namen gab: das Mittelmeerbecken

Als "Mittelmeerbecken" wird das Land um das Mittelmeer bezeichnet. Hier sind insgesamt über 25.000 Arten aus Europa, Asien und Afrika bekannt, von denen rund 50% verbreitet zu finden sind. Die Pflanzen, kräftige Bäume genauso wie Sträucher und Büsche, haben hier die größten regenerativen Fähigkeiten entwickelt. Sie widerstehen bzw. regenerieren sich nach Feuer, Sturm und starker Trockenheit sehr schnell.


Das Wichtigste im Überblick

Adresse
Telefon: +34 932 564 160
www.jardibotanic.bcn.es

Anreise
Metro: Espanya (L1, L3)
Bus Turístic: Fundacio Joan Miró (dann 400 Meter zu Fuß)

Öffnungszeiten
Okt.-März: Mo. - So. 10-18:00 Uhr
Apr. Mai, Sept.: Mo. - So. 10- 19:00
Jun., Juli, Aug.: Mo. - Sa. 10-20:00 Uhr
Täglich geöffnet.

Geschlossen Botanical Garden
1. Januar, 1. Mai, 24. Juni und 25. Dezember

Open Days
12. Februar, 18. Mai, 24. September, dem ersten Sonntag eines jeden Monats, jeden Sonntag ab 15 Uhr

Eintrittspreise
Regulär: 3,50 € (Botanischer Garten)
7,00 € (Garten und Museu Blau)
Ermäßigt: 1,70 € (bis 25 Jahre)
Freien Eintritt mit der Barcelona Card.

Hinweise zum Besuch des Jardí Botànic

Es werden auch deutschsprachige Führungen in dem Park angeboten. Man erfährt dabei sehr viel über die Pflanzen und deren Überlebensstrategien. Informationen dazu auf der Webseite des Gartens.



Führung Hospital Sant Pau:

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Das erste Gebäude Gaudís eröffnet:

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