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Olympia- und Sportmuseum Joan Antoni Samaranch

Eine faszinierende Reise durch die Welt der Olympischen Spiele und des Sports


Sport ist… Leben! Das zeigt dieses Museum eindrucksvoll. Es wurde 2007 eröffnet und liegt direkt neben dem Olympiastadion auf dem Montjuïc, dem Hausberg von Barcelona. Das Ziel: Besuchern die Geschichte der Olympischen Spiele, die Bedeutung von Sportsgeist sowie den unschätzbaren Wert von Sport in den Bereichen Erziehung und Kultur nahe zu bringen. Anhand von Ausstellungsstücken wie Original-Trikots berühmter Athleten und dank interaktiver Installationen wird die Welt des Sports hier im wahrsten Sinne des Wortes greifbar.

Unsere Empfehlung zum Olympia- und Sportmuseum

Die Ausstellung des Olympiamuseums

Auf die Plätze, fertig, los: Wer mag, kann den Rundgang, der leicht abschüssig durch das Museum führt, auch sportlich im Sprint zurücklegen – man würde dann allerdings Spannendes zur Geschichte der Olympischen Spiele und deren Disziplinen verpassen. Die Ausstellung setzt 776 v. C. ein: dem Jahr, in dem die ersten Olympischen Spiele stattfanden. Mit Ausrichtung der Spiele sollte Zeus, der Gott des Olympus geehrt werden. Wie sich die Spiele seitdem entwickelt haben, wird anhand von Informationstafeln und Ausstellungsstücken anschaulich erklärt.

Auch der Beginn der Formel 1 und der Tour der France wird erläutert, genau wie Details zu Sportlegenden und deren Rekorde. Doch es geht nicht nur um reine Fakten und Zahlen: Immer wieder wird anhand von Beispielen aus der Geschichte deutlich gemacht, welchen Beitrag Sport im sozialen und kulturellen Bereich leistet und was für ein wirksames Mittel zur Integration er ist. So wird unter anderem auf Frauenemanzipation, die Bedeutung von Sport für Kriegsveteranen und die Entwicklung der Paralympics eingegangen.

Einen großen Extra-Bereich nehmen im Museum die Olympischen Spiele 1992 in Barcelona und deren mediale Aufbereitung ein. Ebenfalls spannend ist die private Kunstsammlung von Joan Antoni Samaranch. Er war mehr als 20 Jahre lang Vorsitzender des Internationalen Olympischen Komitees und treibende Kraft der Olympischen Spiele 1992 in Barcelona. Nach seinem Tod wurde das Museum nach ihm benannt. Anhand seiner Sammlung wird besonders deutlich, wie eng Sport, Kunst und Kultur miteinander verbunden sind.

Wer selber aktiv werden möchte freut sich besonders auf das Ende des Rundgangs: Hier können Besucher mithilfe von Multimediainstallationen unter anderem ihre Reaktionsgeschwindigkeit messen, das Gewicht nachempfinden, das Profis im Gewichtheben stemmen – oder im Sprint gegen Rekordhalter Carl Lewis antreten. Aus der Puste? Dann gibt es zum Abschluss noch einen unterhaltsamen Informationsfilm über Barcelona als Sportstadt, als Stadt in Bewegung. Denn genau dafür ist unser Körper ja gemacht: Bewegung.

Geschichte des Olympia- und Sportmuseums Barcelona

Die Olympischen Spiele 1992 in Barcelona waren ein einschneidendes Erlebnis für die Stadt, verbunden mit einem großen Aufschwung und prägenden architektonischen Veränderungen. 2005 beschloss die Stadtverwaltung, ein Museum zu schaffen, dass dem Geist von Olympia und der Sportwelt insgesamt gerecht wird. Im selben Jahr starteten die Architekten Xavier Basiana und Toni Camps mit dem Bau des Museums – selbstverständlich nicht irgendwo, sondern direkt neben dem Olympiastadion. 2007 wurde das Olympia- und Sportmuseum eingeweiht – das erste seiner Art in Europa mit so vielseitigen innovativen Technologien und Multimedia-Erlebnissen. 2010, zwei Monate nach dem Tod von Joan Antoni Samaranch, der mehr als 20 Jahre das Internationale Olympische Komitee leitete, wurde das Museum zusätzlich nach ihm benannt.

Die Bedeutung der Olympischen Spiele 1992 für Barcelona

Der Tod Francos 1975 brachte tiefgreifende politische Veränderungen in Spanien mit sich: Die Demokratie wurde wieder eingeführt, und den Katalanen wurden wieder mehr Rechte zugesprochen. Trotzdem blieb Barcelona noch fast 20 Jahre lang eine eher triste und wenig einladende Stadt. Erst nach dem Zuschlag für die Olympischen Spiele 1992 herrschte auf einmal Aufbruchstimmung.

Die Stadt öffnete sich zum Meer hin, neue Viertel wurden erschlossen, Plätze neu gestaltet und verschönert. Neu gebaute Sportanlagen wie das Olympiastadion, das Freibad oder der Port Olímpic werden heute noch genutzt. Auch das Castell, lange Zeit ein Symbol der Unterdrückung durch die Franco-Herrschaft, wurde als Olympische Sportstätte einer friedlichen Nutzung überführt.

Die Olympischen Spiele von 1992 sind deshalb ein ganz wichtiger Meilenstein in der Entwicklung von Barcelona – architektonisch, politisch und kulturell. Die Spiele waren ein Gemeinschaftserlebnis, das alle gesellschaftliche Schichten berührte.

Warum sich der Besuch des Sportmuseums lohnt

Schon auf dem Weg zum Museum spüren Besucher den Sportsgeist dieser Gegend: Es liegt direkt neben dem Olympiastadion und ganz in der Nähe weiterer Sportstätten der Olympischen Spiele in Barcelona 1992. Der Rundgang im Museum führt entlang wichtiger sportlicher Ereignisse von der Antike bis heute und überrascht dabei immer wieder mit interessanten Fakten. Wer nach so vielen Informationen Lust bekommt, selbst aktiv zu werden, kann sich in einem großen Extra-Bereich dank interaktiver Technik zum Beispiel beim Sprinten mit Rekordhaltern wie Carl Lewis messen. Wer vor dem Besuch noch Zweifel hatte, ob Sport mehr ist als nur ein Hobby, weiß spätestens hinterher: Sport ist mehr – Sport ist Leben.

Tickets für das Olympische Museum

  • Barcelona Card: freier Eintritt in das Museum
  • Bus Turístic: direct am Museum aussteigen
 

Das Wichtigste im Überblick

Umgebung
Hotels in der Nähe finden

Adresse
Av. De l’Estadi, 60
Telefon: +34 932 925 379

Anreise
Metro: Pl. Espanya (L1, L3)
Bus Turístic: Anella Olímpica
Parken in der Nähe

Öffnungszeiten
Oktober bis März
Dienstags bis samstags 10:00 bis 18:00 Uhr
Sonntags und feiertags 10:00 bis 14:30 Uhr

April bis Oktober
Dienstags bis samstags 10:00 bis 20:00 Uhr
Sonntag und feiertags 10:00 bis 14:30 Uhr

Geschlossen: montags, 1. Januar, 1. Mai, 25. und 26. Dezember


Eintrittspreise
Regulär: 5,80 €
Schüler und Studenten 3,60 €
Schüler- und Studentengruppen (ab 10 Personen): 3 €
Erwachsenengruppen (ab 10 Personen): 4,50 €
Kinder unter 7 Jahren und Personen über 65 Jahren: freier Eintritt
Freier Eintritt am 24. September, 12. Februar
Freier Eintritt mit der Barcelona Card

Tipps für den Besuch des Olympia- und Sportmuseums

Sie sollten für den Besuch ungefähr 1,5 Stunden einplanen. Nach dem Besuch lohnt es sich, noch eine Weile auf dem Montjuïc zu bleiben und die "sportliche" Umgebung zu erkunden.

Das Spanische Dorf:

Im Poble Espanyol erleben Sie ganz Spanien in einem riesigen Freilichtmuseum.