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Palau Güell

Der Palast ist ein frühes Werk des Architekten Gaudí


Der Palau Güell ist in Barcelona eines der frühen Werke von Antoni Gaudí und eines der prächtigsten Bauten des Modernisme. Es befindet sich im Stadtteil Raval, nur wenige Meter von der Rambla entfernt. Teile der Fassade des Palau Güell erinnern an einen venezianischen Palast, wobei die beiden großen ovalen Tore an der Vorderseite auffällig sind. Durch diese konnte man mit Kutschen direkt in die Pferdeställe fahren. Gäste gingen dann über Treppen in die oberen Stockwerke.

Die Geschichte des Palau Güell

Gaudí wurde 1885 von seinem Mäzen, dem Industriellen Eusebi Güell i Bacigalupi beauftragt, einen Stadtpalast zu entwerfen. Baubeginn war im Oktober 1886. Zur Weltausstellung 1888 war die Eröffnung des Palastes, wenn auch die Arbeiten darüber hinaus fortdauerten. Die markanten und für Gaudí so typischen Schornsteine wurden 1895 auf dem Dach installiert. Insgesamt befinden sich auf dem Dach 20 Schornsteine, die auch zur Belüftung des Hauses dienen.

Architektur des Palau Güell

Das Palau Güell sollte ein Mehrzweckbau werden. Mit Wohnungen, Veranstaltungs- und Ausstellungsräumen. Es standen dazu gerade mal 18x22 Meter Grundfläche zur Verfügung, um einen ebenso prächtigen wie funktionalen Palast zu bauen. Die Aufgabe wurde von Gaudí genial gelöst, er schuf eines der prächtigsten Gebäude des Modernisme.

Gaudí baute jedoch nicht nur Häuser, sondern er war auch Designer und dekorierte das Haus mit eindrucksvollen Schmiedearbeiten, Holz-, Keramik-, Buntglas-und Steinarbeiten.

Stockwerke des Palau Güell

Im Untergeschoss befanden sich die Ställe für Pferde und Schlafräume für die Knechte. Das Untergeschoss erreichte man über zwei spiralförmige Rampen.

Der Architekt Antoni Gaudí

Barcelonas bekanntester Architekt des Modernisme, Antoni Gaudí.

Antoni Gaudí

Durch zwei große, ovale Eingänge konnte man bequem mit der Pferdekutsche in das Haus fahren. Von der Wagenhalle im hinteren Bereich führte die Rampe für die Pferde in das Untergeschoss.

In einem Hochparterre waren die Arbeitsräume und eine Bibliothek des Hausherren Eusebi Güell und weitere Verwaltungsräume. In diesem Stock befindet sich auch die prächtige Eingangshalle, von der eine ebenso prächtige Treppe in die Beletage, die Etage der Familie des Hausherren, führt. Zur Hauptebene des Hauses gehört auch eine Tribüne auf der Nordseite, die die Eingänge des Hauses überdacht.

Das Zentrum der Beletage ist ein 17 Meter hoher Salon, der mit Wandmalerei verziert ist. Das Dach des Salons bildet eine Parabolkuppel. Der Salon diente gesellschaftlichen Anlässen und auch Gottesdienste wurden hier abgehalten. Die nördlichen Räume der Beletage waren gesellschaftlichen Anlässen gewidmet, der südliche Teil diente familiären Zwecken, wie z.B. das Esszimmer oder der Billardsalon.

Im zweiten Stockwerk befanden sich die Privaträume der Familie, die zur Fenstergalerie zum großen Salon hin angeordnet sind.

Im Dachboden befanden sich dann die Räume des Hauspersonals und Versorgungsräume wie Küche, Speisekammer und Waschräume. Auf der Terrasse befindet sich eine lange Steilnadel, die die Kuppel des großen Salons abdeckt und 20 mit Keramiken verzierte Kamine.

Seit 1984 befindet sich der Palau Güell auf der Liste des Welterbes der UNESCO. Das Gebäude wurde 2011 nach 7-jähriger Renovierung wieder eröffnet.

Das Wichtigste im Überblick

Umgebung
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Adresse
Nou de la Rambla, 3-5
Telefon: +34 933 179 974
www.palauguell.cat

Anreise
Metro: Liceu (L3)
Bus Turístic: Colom - Museu Marítim
Parken in der Nähe

Eintrittspreise
Regulär: 12,00 € (inklusive Audioguide)
Ermäßigt: 9,00 €
11-17 Jahre: 5,00 €
Bis 10 Jahre: freier Eintritt
Mit der Barcelona Card erhalten Sie 25 % Rabatt beim Eintritt.

Hinweise zum Besuch des Palau Güell

Planen Sie etwa 1,5 Stunden für den Besuch ein. Nach dem Kauf der Tickets an der Tageskasse kann es manchmal vorkommen, dass Sie ein paar Minuten warten müssen, da nur eine gewisse Anzahl an Personen gleichzeitig eingelassen werden. Dafür ist es aber nicht so voll.



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