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Casa Batlló

Gaudís Verkörperung der Sankt Georgs-Legende


Das Casa Batlló ist eines der interessantesten und faszinierendsten Bauwerke Barcelonas. Hier ist in jedem Detail die Handschrift Antoni Gaudís zu erkennen. Er orientierte sich bei der Gestaltung ganz stark an der Natur und an der Legende des Heiligen Georg, des Schutzpatrons von Katalonien. Besucher fühlen sich durch die organischen und verspielten Formen wie in einem lichtdurchfluteten, farbenfrohen Märchenhaus. Lassen Sie sich von diesem Meisterwerk des Modernisme verzaubern.

Highlights des Casa Batlló-Besuchs

  • Die restaurierte Fassade und die Beletage der Familie Batlló
  • Die faszinierenden Lichtschächte
  • Das Dach mit seinen einzigartigen Schornsteinen

Neuer Glanz für die Fassade des Casa Batlló

In der ersten Jahreshälfte wurden die Fassade und die Beletage des Casa Batlló aufwendig restauriert - keine einfache Aufgabe, da fünf verschiedene Materialien mit unterschiedlichen Ansprüchen bearbeitet werden mussten: Glas, Keramik, Stein, Holz und Eisen. Besucher konnten dem Restauratoren-Team bei der Arbeit zusehen und Fragen stellen. Seit Ende Mai erstrahlt die Fassade nun in neuer Pracht. Wie genau die Restaurierung ablief und welche Veränderungen vorgenommen wurden, erfahren Besucher bei einem lohnenswerten Besuch von Gaudís faszinierendem Werk. Wer sein Handy und Kopfhörer mitbringt, kann die Fassade jetzt sogar hören... Alle Informationen dazu geben die Mitarbeiter vor Ort.

Infos zu den Restaurierungsarbeiten im Casa Batlló

Die Sankt Georgs-Legende

Es ranken sich viele Geschichten und Legenden um den Heiligen Georg beziehungsweise Sant Jordi, wie er auf katalanisch heißt. Die Bekannteste handelt von einem furchtbaren Drachen, der ein kleines Dorf in Angst und Schrecken versetzt. Um das Ungeheuer gnädig zu stimmen, müssen die Dorfbewohner ihm regelmäßig ein Menschenopfer darbringen, welches durch das Los bestimmt wird. Eines Tages fällt das Los auf die Königstochter. Diese wird vor die Tore der Stadt geführt und wartet dort darauf, von dem Drachen verschlungen zu werden. In diesem Moment erscheint Sant Jordi, stellt sich dem Drachen entgegen und bezwingt ihn. Mit seiner Lanze in Form eines Kreuzes versetzt er dem Drachen den Todesstoß und rettet somit die Prinzessin. Genau an der Stelle, an der der Erdboden vom Blut des Drachen durchtränkt wird, wachsen rote Rosen. Dies ist übrigens auch der Ursprung einer Tradition, nach der die Frauen in Katalonien jeweils am Tag des Heiligen Georg – dem 23. April – Rosen geschenkt bekommen.

Sant Jordi ist Schutzpatron von Katalonien, deshalb haben Drachen bei Gaudí immer eine wichtige Rolle gespielt.

Das Dach des Casa Batlló - der Drachenrücken

Das Dach des Casa Battló ist wie der Rücken des angsteinflößenden Drachen geformt und mit großen, glänzenden Schuppen versehen. Es besteht aus Fliesen auf doppelten Mansarden, die der organischen Architektur angepasst sind. Zur Linken wird das Dach durch einen Turm mit einem vierarmigen Kreuz begrenzt. Mit ein bisschen Phantasie können Sie hier die Lanze von Sant Jordi erkennen, die im Rücken des Ungeheuers steckt. Dahinter befinden sich plastisch geformte Lüftungsschächte und Schornsteine, die an Wächter des Hauses denken lassen. In den Fensteröffnungen können Sie Säulen sehen, die den Formen von Knochen nachempfunden sind.

Das geheimnisvolle Casa Batlló

Der Dachbereich, als oberer Abschluss des Gebäudes, hatte für Gaudí immer schon einen besonderen Stellenwert. Die Dachlandschaft des Casa Batlló bietet Ihnen eine tolle Aussicht über die Stadt und ist mit unzähligen kleinen Details geschmückt. Blickt man zum Beispiel von der Terrasse aus durch das Loch im linken Teil des geschwungenen Daches, hat man eine direkte Sichtachse zur Sagrada Familia. An seinem Meisterwerk hat Gaudí zur Zeit der Umbauarbeiten bereits parallel gearbeitet.

Der Bau des Gebäudes

Sehr typisch für den Modernisme, den katalanischen Jugendstil, ist die Rückkehr zu natürlichen Elementen und Formen. So erinnern die sanft geschwungenen Balkone des Casa Batlló an die Wellen des Meeres. Die gesamte Fassade ist außerdem mit Blumen übersät.

Der Architekt Antoni Gaudí

Barcelonas bekanntester Architekt des Modernisme, Antoni Gaudí, erschuf das Casa Batlló. Es ist heute auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO.

Antoni Gaudi;

Das Casa Batlló ist ein Umbau eines bestehenden Gebäudes. Es wurde 1904-1906 im Auftrag des Industriellen Josep Batlló von Grund auf verändert. Besonders im unteren Teil, der Beletage, ist Gaudís Handschrift überdeutlich. Von außen wie Knochen geformt, von Innen an einen Wald erinnernd, tragen die Säulen der Fassade einen wichtigen Teil zu der Gestalt des Gebäudes bei.

Wie es typisch für Gaudí ist, hat er sich bei der Gestaltung des Hauses an der Natur orientiert. Im Inneren dominieren geschwungene und organische Formen die Wände, Decken und auch die Einrichtung. Die Formen im ersten Stock des Wohngebäudes erinnern an Pflanzen und Höhlen, die Balkonbrüstungen an Schädelknochen. Die Kamine auf dem Dach dienen nicht etwa als Schornsteine, sondern sind Teil einer ausgeklügelten Lüftungsanlage, die das Haus auch im Sommer schön kühl hält, ohne eine Klimaanlage zu benötigen.

Lage und Umgebung des Casa Batlló

Das Casa Batlló befindet sich an einer der Hauptachsen des Modernisme. Ab ca.1850 begann der Abriss der Stadtmauern der Ciutat Vella und ein neues modernes Stadtviertel, das Eixample, entstand. Der Passeig de Gràcia, der den Stadtteil in zwei Hälften teilt, wurde zur Flaniermeile und zum Schauplatz der prächtigsten Architektur dieser Zeit.

Der Häuserblock um die Casa Batlló wird auch die „Illa de la Discòrdia“, zu Deutsch „Insel der Zwietracht“, genannt. An dieser Stelle haben sich die wichtigsten Architekten des Modernisme verwirklicht und versuchten, sich gegenseitig zu übertrumpfen. Das Ergebnis waren unterschiedlichste Gebäude, die nun an dieser Häuserfront ein Ensemble bilden.

Direkt links neben der Casa Batlló befindet sich die Casa Amatller, ebenfalls ein Prachtbeispiel des Modernisme. Entworfen wurde das Gebäude von dem katalanischen Architekten Josep Puig i Cadafalch. Mit der klaren, von der Neugotik inspirierten Fassade steht es im klaren Kontrast zur Casa Batlló.

Etwas weiter die Straße bergab, an der Ecke des Wohnblocks, befindet sich die Casa Lleó. Dieses Wohnhaus wurde vom Begründer des Modernismus Lluís Domènech i Montaner entworfen. Es zeigt die Mischung verschiedener Stile, von innen wie von außen.

Warum sich ein Besuch des Casa Batlló lohnt

Das Casa Batlló ist eins der letzten Häuser, die Gaudí umgebaut hat, bevor er sich restlos dem Bau der Sagrada Familia widmete.

An kaum einem anderen Gebäude sind die Formen so organisch und verspielt wie am Casa Batlló. Das macht das Haus einzigartig. 2005 wurde es in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.

Besonders empfehlenswert ist die Innenbesichtigung des Casa Batlló. Hier tauchen Sie in die Welt Gaudís ein und entdecken zahlreiche faszinierende Details des Gebäudes vom Erdgeschoss bis zur beeindruckenden Dachterrasse. Viele Anspielungen und Geschichten erschließen sich erst nach mehrmaligen Hinsehen. Das Haus zählt für viele zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Barcelonas.

Mit unseren Tickets für den Eintritt können Sie viel Zeit sparen, denn Sie können damit einfach hineingehen auch ohne sich vorher zeitlich festlegen zu müssen. Mit der Barcelona Card erhalten Sie Rabatt an der Tageskasse.

Hier Tickets für das Casa Batlló buchen

 

Das Wichtigste im Überblick

Umgebung
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Adresse
Passeig de Gràcia, 43
Telefon: +34 932 160 306
www.casabatllo.es

Anreise
Metro: Passeig de Gràcia (L2, L3, L4)
Bus Turístic: Casa Batlló - Fundació Antoni Tàpies
Parken in der Nähe

Öffnungszeiten
Täglich: 9 - 21:00 Uhr
Letzter Einlass: 20:00 Uhr
Beschränkter Zutritt bei Veranstaltungen möglich

Hinweise zum Besuch des Casa Batlló

Am Casa Batlló müssen Sie häufig länger an den Kassen warten. Ohne Wartezeit kommen Sie mit den vorausgebuchten Tickets hinein, die Sie auf dieser Seite buchen können.

Für den Besuch sollten Sie eine gute Stunde bis 1,5 Stunden einplanen.



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