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Einkaufszentrum Las Arenas

Der Shopping-Tempel wurde in eine ehemalige Stierkampfarena hineingebaut

Mit der Eröffnung des Einkaufszentrums "Las Arenas" hat Barcelona eine neue Attraktion hinzugewonnen. Auf sechs Etagen verteilen sich 115 Geschäfte, ein Fitnesscenter, ein Kino mit 12 Sälen, eine Veranstaltungshalle und mehrere Bars und Restaurants innerhalb der gelungen restaurierten Fassade einer ehemaligen Stierkampfarena.

Besonders schön ist auch die Aussicht vom Dach des Hauses: Sie haben einen 360°-Rundumblick über die Stadt und den Montjuïc. Las Arenas ist heute vor allem ein Konsum- und Freizeitpalast, dessen außergewönliche Architektur ihn aber sehr sehenswert macht.

Las Arenas befindet sich direkt am Plaça Espanya, wo die Avinguda del Paral·lel, die Gran Via de les Corts Catalanes, die c/Tarragona und die c/Sants zusammentreffen. Des weiteren erreichen Sie von Las Arenas auch zwei U-Bahnlinien und mehrere Züge der katalanischen Eisenbahn.

Geschichte des Las Arenas Gebäudes

Das umgebaute Las Arenas wurde im März 2011 eingeweiht. Entworfen wurde das Gebäude vom britischen Architekten Richard Rogers in Zusammenarbeit mit Alonso Balaguer. Von außen erkennt man sehr gut den ursprünglichen Zweck des Gebäudes: Las Arenas war eine von drei Stierkampfarenen in Barcelona.

Eröffnet wurde die Stierkampfarena im Jahre 1900. Der Architekt war Augusto Font i Carreras, der auch die Fassade der Kathedrale von Barcelona fertig stellte. Die Stierkampfarena war einer seiner wichtigsten Gebäude.

Stierkampf war nie die Sache von Barcelona und Stierkampf ist mehr aus politischen, denn kulturellen Gründen in Barcelona recht verpönt und man sah ihn lange Zeit als den "Sport" der kastlilischen Unterdrücker an. Ein Jahr nach Francos Tod fand 1977 der letzte Stierkampf in der Arena statt. Das im Neo-Mudéjarstil (siehe Kasten rechts) erbaute Gebäude wurde viele Jahre sich selbst überlassen. Bäume wuchsen darin und allerhand zwielichtige Gestalten tummelten sich darin.

Laut Richard Rogers wäre es einfacher gewesen, die Mauern einzureißen und ein neues Gebäude an dessen Stelle zu errichten. Man erkannte in der Arena aber eine historisch wichtige Stätte, bei der zumindest die Fassade erhalten bleiben sollte.

Die recht dünne Fassade wurde gestützt, das Gebäude entkernt und dann die komplette kreisförmige Fassade mehrere Meter angehoben. Fast sieht es so aus, als würde sie über der Straße schweben. Im Inneren entstand ein moderner und heller Innenraum aus einer Konstruktion aus Stahl, Glas und Zieglsteinen.

Der Beginn und Verlauf des Umbaus ist dokumentiert und wurde in der 3. Etage (Kinoebene) ausgestellt. Sie sehen die Bebilderung des Baubeginns und Fortschrittes sowie Fertigstellung und Einweihung.

Die unteren drei Einkaufs- und Kinoebenen bilden eine eigene Struktur in Las Areneas, sie sind um ein riesiges Atrium herum organisiert. die beiden oberen Ebenen und die Dachterasse ragen über die historische Fassade hinaus.

Las Arenas in Zahlen

  • Eröffnung: 24. März 2011
  • Nutzfläche: 30.940m²
  • Bebaute Fläche: 106.205 m²
  • Parkplätze: 1250 für Autos und 300 für Motorräder in vier Tiefgaragenebenen

Sehenswürdigkeiten in der Nähe von Las Arenas

Von hier aus können Sie zum nahe gelegenen Montjuïc aufbrechen. Der Hausberg Barcelonas bietet viel Sehenswertes: Font Màcica, Museu National d'Art de Catalunya (MNAC), Pavillon Mies van der Rohe, Miró Museum und das Castell de Montjuïc.

Auf der nördlichen Seite finden Sie den Parc de Joan Miró


Das Wichtigste im Überblick

Adresse
Gran Via de les Corts Catalanes, 373-385
www.arenasdebarcelona.com

Anreise
Metro: Plaça Espanya (L1, L3)
Bus Turístic: Plaça Espanya

Öffnungszeiten
Geschäfte:
Montag bis Samstag 10-22:00 Uhr
Restaurants:
Mo. bis Do. 16-1:00 Uhr
Fr., Sa. und vor Feiertagen: 10-03:00 Uhr
An den vier Sonntagen vor Weihnachten sind die Geschäfte und Restaurants geöffnet.

Weitere Informationen zu Las Arenas

Mudéjaren
Mudéjaren waren Muslime, denen es nach der Vertreibung der Mauren unter die Herrschaft spanischer Könige gerieten aber ihre Relegion weiter ausüben durften.

Mudéjarstil
Vor allem in der Landwirtschaft und im Kunsthandwerk waren die Mudéjaren tätig und übten einen großen Einfluß auf die Baukunst aus. Der Mudéjarstill begann im 12 Jahrhundert und hatte seine Blütezeit im 14. Jahrhundert.

Dabei wurden Bauformen aus der islamischen Architektur mit denen der Romantik, der Gotik oder Renaissance vermischt.

Neo-Mudéjarstil
So bezeichnet man die Wiederentdeckung des Mudéjarstils auf der Iberischen Halbinsel im 19. Jahrhundert und den ersten 30 Jahre des 20. Jahrhunderts. Beliebt war die Anwendung des Neo-Mudéjarstils in Stierkampfarenen, wie hier bei Las Arenas. Der Arc de Triomf für die Weltausstellung 1888 ist ein weiteres Beispiel des Neo-Mudéjarstils.




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